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Der Eispickel - DAS ultimative Grabungswerkzeug

Eine Abhandlung über den Eispickel als Grabungswerkzeug für den Sondengänger sowie die Produktvorstellung von empfehlenswerten Eispickel-Typen der Firma STUBAI

 

Einleitung

Kein Grabungswerkzeug ist universeller und besser einsetzbar als der Eispickel. Eigentlich, so wie der Name schon sagt für den Einsatz in Eis, Schnee und Fels konzipiert, bringt er viele Vorteile für den Sondengänger.

Die Anwendungsvielfalt ist groß!

Beispiel 1: Steinige Böden und Wege.

Wer schon einmal versucht hat in einem verdichteten mit Steinen durchsetzten Boden zu graben und nur einen Klappspaten oder den legendären Maurerhammer dabei hatte, weiss wie mühsam es ist hiermit in den Untergrund einzudringen. Viele Sondengänger haben hier schon frustriert aufgegeben und mit Sicherheit dabei interessante Funde liegengelassen und noch viel schlimmer, diese bei der Grabungsaktion zerstört.

Beispiel 2: Mit Wurzeln durchsetzte Böden.

Auch hiervon kann so mancher "alte Hase" ein schweißtreibendes Lied singen...
Nicht selten kommt es vor das man ein gutes Signal am Fuße eines Baumes erhält. Wer hier ein ungeeignetes Grabungswerkzeug zur Hand hat, verliert schnell die Lust am graben, erst recht wenn zum Beispiel der Pinpointer einem das Objekt unter oder hinter einer Wurzel anzeigt....

Beispiel 3: Verdichtete Lehmböden, trockene Böden

Gerade in verdichteten und/ oder trockenen Lehmböden ist der Erhaltungszustand von Metallgegenständen oft besser als in anderen Bodenarten. Nur - um in diesen Boden effektiv und schnell ein Loch zu graben bedarf es oft einer Kombination aus Spitzhacke und Schaufel, die der normale Sondengänger in der Regel nicht mit sich führt...

Mit den meisten Grabungswerkzeugen ist hier nur ein sehr mühsames Eindringen in den Boden möglich. Auch hier besteht wieder die latente Gefahr der unabsichtlichen Fundzerstörung!

Beispiel 4: Ein Gegenstand kann nicht problemlos geborgen werden
Oft passiert es das zum Beispiel ein Stein oder ein anderer störender Gegenstand im Grabungsloch entfernt werden muss um an das geortete Metallobjekt zu gelangen. Da bleibt dem "Grabungswilligen" meist nichts anders übrig als das Loch so zu erweitern das mit dem vorhandenen Grabungswerkzeug der gewünschte Erfolg erzielt wird. Je nach Umgebungssituation (Beispiel 1-3) wird diese Aktion jedoch sehr erschwert. Ein anderer typischer Fall ist es das der Fundgegenstand erkannt wurde, aber in Ermangelung eines geeigneten Hebelwerkzeuges nicht ohne Vergrößerung des Grabungsloches geborgen werden kann.

Neben diesen oft eintretenden Beispielen gibt es sicher noch einige andere und selbst dann ist die Vielfälltigkeit eines Eispickels noch nicht erschöpft!!

Ich persönlich grabe schon seit vielen Jahren fast nur mit einem Eispickel. Diesen hat mir ein Sondlerfreund geschenkt und meinte das man nichts besseres zum Graben nehmen könne. Ich war damals skeptisch, wollte es natürlich aber selbst probieren. Schon nach wenigen Suchgängen habe ich meinen geliebten Maurerhammer und meinen Klappspaten zu Hause gelassen und war restlos von der Vielseitigkeit dieses Eispickels überzeugt.

 

So ein Eispickel hat 3 gute Seiten:

1. Haue

Die Haue könnte man auch als eine leichte Spitzhacke bezeichnen. Nur mit dem wesentlichen Unterschied das diese Haue flacher und natürlich leichter als eine herkömmliche Spitzhacke ist. Die Haue kommt meistens für die Vorarbeit zum Einsatz. Durch ihre schlanke Form und ihre zusätzlichen Greifzähne ist das Eindringen in problematische Böden sehr viel leichter. Außerdem kann man sich mit Hilfe der Haue an steileren Wegabschnitten oder in Hängen nach oben ziehen.

2. Schaufel

Die Schaufel eines Eispickels dient in erster Linie zum heraus-befördern von losem Boden oder zum Schlagen von Trittstufen im steilen Gelände. Zum anderen eignet sie sich aber genauso hervorragend zum durchtrennen von Wurzeln.

3. Spitze

Die Spitze hat zum einen die Funktion eines Brecheisens. Hiermit können Objekte auch bei geringen Platzverhältnissen gelockert oder ganz geborgen werden. Zum anderen ist es ein gutes Mittel sich beim Fortbewegen in Hängen auch dort zu sichern wo keine Haltemöglichkeiten vorhanden sind.

Praktische Anwendung

Zum Graben in festen Böden kommt zuerst die Haue zum Einsatz. Man sollte vor dem ersten Einsatz jedoch ein paar "Trockenübungen" machen, damit man nicht mitten in das Fundobjekt hinein-haut. Prinzipiell wird IMMER neben dem ermittelten Fundpunkt angefangen zu graben!!

Der Eispickel sollte hierzu weiter unten gepackt werden. Damit vergrößert sich die Schwungmasse und das Eindringen in den Boden wird erleichtert. Bei leichten bis mittelfesten Böden dringt die Haue tiefer in die Erde ein. Ist dies der Fall, wird die Haue als Hebel genutzt, der nach oben gedrückt wird und die umliegende Erde aufbricht.

Mit einer Drehung wird dann von der Haue auf die Schaufel gewechselt, mit deren Hilfe der gelockerte Boden heraus-befördert wird. Auf diese Weise kann man sehr schnell, auch tiefere Grabungslöcher schaffen.

Stören Wurzeln die Grabungstätigkeit können diese meist problemlos mit der Schaufel durchtrennt werden. Hiermit lassen sich Wurzelstärken bis 5 cm (!!) Durchmesser noch mit wenigen Schlägen problemlos trennen.

Bei Grabungslöchern in denen der Fund in der Seitenwand erkennbar oder vermutet wird, kann zunächst vorsichtig mit der Spitze vorgearbeitet werden. Dies ist nämlich in den meisten Fällen mit der Haue oder der Schaufel dann nicht mehr möglich.

 


  Produktempfehlungen

Wie bei vielen anderen Produkten aus unserem Programm haben wir uns im Vorfeld nach geeigneten und preiswerten Produkten umgesehen. Leider mussten wir feststellen das mit preisgünstigen Eispickeln leider keine dauerhaft guten Ergebnisse erzielt wurden. Oft steckt der Teufel im Detail und man findet erst beim praktischen Einsatz heraus wo es "hackt".

Die Leistungsfähigkeit und die Dauereinsatzbereitschaft, ebenso wie die Sicherheit, steigt und fällt letztendlich mit dem verwendeten Material und der Verarbeitung des Produktes.

Der "Knackpunkt" bei allen getesteten Eispickeln ist der Kopf. Da wo sich Haue und Schaufel befinden. Hier haben wir sehr schnell feststellen müssen das nur bei Eispickeln deren Köpfe aus einem Stück geschmiedet waren und die einen nahtlos übergehenden Aufnahmeschaft besaßen für den Einsatz als Sondengänger-grabungswerkzeug taugten!

Bei allen Modellen wo Aufnahmeschaft und Kopf nicht aus einem Stück waren, brachen die Köpfe nach unseren Prüfungen an oder gar ab.

In diesem Zusammenhang kann man sagen, das die Anschaffung eines guten Eispickels in der Regel eine einmalige Ausgabe ist - sparen Sie deshalb nicht am falschen Ende.....

Zu guter letzt haben wir uns für einige Modelle der österreichischen Firma STUBAI entschieden. Hier ist das Preis-Leistungsverhältnis ausgewogen und hierfür sprechen wir auch unsere Empfehlung aus.

Außerdem haben wir uns für eine Standartlänge bei allen Modellen entschieden. Diese beträgt 65 cm und stellt damit ein gutes Zwischenmaß dar, welches sich einerseits noch gut zum Aufsteigen am Hang eignet und zum zweiten in den meisten Rucksäcken noch Platz findet.

 

Ich selber benutze meinen Eispickel schon viele Jahre, dieser ist von Stubai und hat mich nie im Stich gelassen, obwohl ich ihn manches Mal schon arg strapaziert habe. Dieses Modell ist der Stubai-BLUE STAR und ich kann nur mit Freude sagen das dieses Modell nach wie vor hergestellt wird.

Weder die Haue noch die Schaufel des BLUE-STAR müssen nachgeschärft werden, da das Material dieser Eispickel ausgesprochen zäh ist. Selbst direkte "Treffer" auf Steine werden weitgehend schadlos geschluckt, ohne das sofort tiefe Kerben entstehen. Die Zähigkeit dieses Stahls ist vergleichbar mit einem Geologenhammer  - für was ein Eispickel trotzdem natürlich nicht eingesetzt werden sollte.... ;-)

Der BLUE STAR zählt zu den preisgünstigsten Eispickeln von Stubai. Er ist darüber hinaus auch noch erfreulich leicht und hat die gewohnte Stabilität, Qualität und Vielseitigkeit.

 

 

[Bilder anklicken zum vergrößern]

 

Technische Daten des BLUE STAR Allroundpickel

Gesamt-Länge 65 cm
Gewicht (inkl. Spitzenschutz) ca: 650 Gramm
Handschlaufe / Griffmanschette -
Verzinkt -
Nutzbare Länge der Haue 150 mm
Nutzbare Länge der Schaufel 70 mm
Breite der Schaufel 55 mm

 

Preis

Für aktuelle Preisinfos und Bestellungen bitte den Internetshop nutzen!

 


 

Der zweite vorgestellte Eispickel ist der Stubai-SIERRA.

Dieser Eispickel kann als High-End-Werkzeug unter den (für unseren Gebrauch) vorgestellten Eispickeln angesehen werden.

Der SIERRA wird im "Normalfall" als sogenannter Bergführerpickel eingesetzt. Hiermit haut der Bergführer zum Beispiel in steile Hänge Trittstufen für die nachfolgende Seilschaft ein.

Für den Einsatz als Grabungswerkzeug für Sondengänger bringt der STUBAI-SIERRA alle Eigenschaften mit, die man sich von einem guten Grabungswerkzeug wünscht.

Neben den bereits beim BLUE STAR aufgeführten Eigenschaften verfügt der SIERRA über eine komplett verzinkte Schaufel, Haue und Spitze.

Das besondere beim SIERRA ist jedoch die breitere Schaufel. Es ist zwar kein großer Unterschied zum BLUE STAR, dennoch ist mit dem SIERRA ein schnelleres Graben möglich.

Außerdem ist beim SIERRA die Zahnung der Haue deutlich kräftiger.

Der rutschfeste Handschutz am Unterteil des Schaftes ermöglicht nicht nur einen festen Griff, sondern gewährt bei kalten Außentemperaturen auch ein angenehmeres Tragegefühl. Die äußerste stabile Handschlaufe lässt sich im Bedarfsfall entfernen.

Der Schaft des Sierra ist deutlich stärker als des Blue-Star, (siehe Bilder weiter unten) und hällt damit auch seitlichen Verwindungen ohne Probleme stand.

Ebenso wie beim BLUE-STAR:

Weder die Haue noch die Schaufel des SIERRA müssen nachgeschärft werden, da das Material dieser Eispickel ausgesprochen zäh ist. Selbst direkte "Treffer" auf Steine werden weitgehend schadlos geschluckt, ohne das sofort tiefe Kerben entstehen. Die Zähigkeit dieses Stahls ist vergleichbar mit einem Geologenhammer  - für was ein Eispickel trotzdem natürlich nicht eingesetzt werden sollte.... ;-)

 

[Bilder anklicken zum vergrößern]

Auf den folgenden Bildern sieht man noch etwas genauer die Detailunterschiede zwichen dem BLUE STAR und dem SIERRA.

Im ersten Bild ist der wesendlich stärkere Schaft des Sierras gut zu erkennen. Im zweiten Bild der Breiten- und Flächenunterschied beider Modelle.

[Bilder anklicken zum vergrößern]

 

Technische Daten des SIERRA (Bergführerpickel)

Gesamt-Länge 65 cm
Gewicht (inkl. Spitzenschutz) ca. 800 Gramm
Handschlaufe / Griffmanschette +/+
Verzinkt +
Nutzbare Länge der Haue 140 mm
Nutzbare Länge der Schaufel 75 mm
Breite der Schaufel 62 mm

 

Preis Für aktuelle Preisinfos, Lieferumfang und Bestellungen bitte den Internetshop nutzen!

Produkt- und Designänderungen vorbehalten

 

Bitte beachten Sie die Copyrighthinweise !!

 

 
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