Metallsuchgeräte, Sondengehen, Schatzsuche, Ortungstechnik, Thomas Schwarz

 

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Fragen und Antworten zum Militariadetektor

XP-ADX 150 pro / XP-ADX 250 + Zubehör + Alternativen

 

Hallo,

ich bin über das Militaria Fundforum auf eure Seite aufmerksam geworden.
Ich möchte mich auf die Suche nach Bodenfunden begeben, alles was so aus Kriegszeiten stammt, nur ich habe von der ganzen Materie keinen blassen Schimmer.
Was brauche ich da für ein Gerät und was für Zubehör ?

Preislich sollte es eigentlich nicht die 500€ Grenze überschreiten.
Es ist zwar alles sehr gut beschrieben für Anfänger usw. aber ich kann mich trotzdem schlecht entscheiden...

Fragen dieser Art werden sehr häufig an mich rangetragen.

Aus diesem Grunde habe ich hier mal eine umfassende Antwort zusammengestellt.

Ich hoffe sie hilft weiter!


Meine Empfehlung speziell für Militariasucher


Für diese Suchaufgaben (und den finanziellen Rahmen) kommt eigentlich nur der XP-ADX 150 pro oder XP-ADX 250 in Frage!

                                                                                   

 

 

  • Beide Detektoren sind für die Militariasuche optimal geeignet, aber auch für die Suche nach Münzen und anderen Kleinteilen, wie Knöpfe oder auch Rangabzeichen.
  • Mit optionalen Suchspulen lassen sich beide Geräte zu Tiefensonden modifizieren die in der Lage sind große Metallmassen bis ca. 2 Meter Suchtiefe zu lokalisieren.
  • Aber selbst mit der Standartsuchspule bewegt man sich in Bodenortungstiefen die sonst nur mit wesendlich teureren Geräten möglich sind!


Der (neue) ADX 150 pro hat im Gegensatz zum alten Modell die Möglichkeit das die Suchspulen gewechselt werden können, außerdem ist bei dem neuen Modell ein modifizierter Chipsatz (V1.0 entspricht der V4.0)) enthalten, der leise Ortungssignale in der Lautstärke anhebt.

Durch eine deutliche Reduzierung des Eisenvorfilters hat diese Spezialversion des ADX150 mehr Empfindlichkeit auf Kleinteile und eine erhöhte Eindringtiefe. Mit der modifizierten ADX150 Version lassen sich auch im Diskriminations-Mode kleine Eisenteile wie Armbrustbolzen, Sporen, Pfeilspitzen und Messer hervorragend orten.

Als Tüpfelchen auf dem I, hat XP nun auch noch einen Funksender für den drahtlosen Kopfhörer WS1 in den ADX 150 eingebaut!

Mittlerweile hat sich noch herauskristalisiert das der ADX 150 pro eine geringere Empfindlichkeit auf externe Störquellen (wie Hochspannungsleitungen) besitzt - ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber der restlichen XP-Serie mit Außnahme des GoldmaxxPower (GMP)- Jedoch - und das sollte man ehrlicher Weise sagen - hat der ADX 150 natürlich auch ein paar Mankos...

 

Einige Nachteile hat der ADX 150 pro gegenüber dem ADX 250:


1. Die Umschaltung von Altmetall auf Diskriminator (Eisenfilter) kann beim ADX 150 pro nur durch Drehen des Einstellknopfes gemacht werden, dabei müsste dann jedes Mal die Diskeinstellung neu vorgenommen werden. Hier hat der ADX 250 den ganz klaren Vorteil: Mit dem Schalter und Regler D1 lässt sich Eisen in einem sehr fein aufgelösten Bereich stufenlos ausblenden. Der Sucher kann dabei frei entscheiden ab welcher Größe der Eisenfilter "greifen" soll. Möchte er einen ähnlichen Eisenvorfilterung wie beim ADX 150 pro haben, so schaltet er einfach auf D2 und dreht den Regler bis zu seiner gewünschten Eisen - oder auch Nicht-Eisenausblendung (Bsp. Flaschendeckel, oder Alufolie) Möchte er für bestimmte Suchaufgaben dahingegen im Altmetallmodus laufen, genügt beim ADX 250 ein einfaches Umlegen des Mode-Schalters. Dabei bleiben vorher gemachte D1 oder D2 Einstellungen erhalten und können nach einem nochmaligen Umschalten sofort wieder genutzt werden.


2. Beim Umschalten der Funkkanäle des ADX 250 (und folgenden XP-Typen) wird gleichzeitig zum gewechselten Funkkanal die Arbeitsfrequenz des Detektors geändert. Auch diese Einrichtung dient dazu Störsignale bei nah beieinander betriebenen XP-Detektoren auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem können dadurch Störungen durch Funkanlagen, Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Störquellen minimiert werden.

Hinweis:

Der regulär angeboten XP-ADX150 hat den "harten" Eisenvorfilter der Vorgängermodell ADX100 "geerbt" und ist daher nur eingeschränkt für Militariasucher zu empfehlen, da es auch hierbei wichtig sein kann Eisen zu finden - (Bajonette, Koppelschlösser aus Eisen, andere Ausrüstungsgegenstände aus Eisen) - dies garantiert nur der ADX150 pro!


 

Die Zubehörfrage

Welche Suchspulen?

Sicherlich ist auf Dauer und zum Erreichen größerer Ortungstiefen eine größere Suchspule von Nutzen. Ich rate aber prinzipiell dazu das der Kunde sich zunächst mit seinem Gerät und der original Suchspule (in diesem Falle der 22,5 cm DD-Spule) „anfreundet“. Kann er ersteinmahl die verschiedenen Signaltöne richtig zuordnen und kommt auch sonst mit der Gerätebedienung gut zurecht (Bsp. exakte Punktortung, Erkennung von Stör- und Nutzsignalen), kann er sich überlegen sich eine andere Suchspule zuzulegen. Auch wird im die bis dahin verstrichene Zeit helfen, die richtige Entscheidung für „seine“ Suchspule zu finden.

Vor- und Nachteile der optionalen Suchspulen für ADX 150 und 250 (vs. Adventis II und Gmaxx II)

 

27 cm Doppel-D Suchspule:

Die 27 cm DD hat den Vorteil einer größeren Bodenabdeckung und damit verbundenen Zeitgewinn bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist speziell für mittlere bis große Fundobjekte konzipiert. Das heißt aber der Größe eines 2 Eurostückes ist mit einer merklich größeren Ortungstiefe zu rechnen.

Der Nachteil der 27 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und damit kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte

man sich darüber im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann...

Außerdem nehmen die Störungen durch Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Quellen zu.

 

30x36 cm Doppel-D Suchspule: (neu)

Die neue 30x36 cm DD hat den Vorteil einer noch größeren Bodenabdeckung und damit verbundenen Zeitgewinn bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist für fast alle Objektgrößen geeignet, die Kleinteilempfindlichkeit gegenüber der Standartspule ist nicht viel geringer. Das heißt aber der Größe eines 2 Centstückes ist mit einer größeren Ortungstiefe zu rechnen.

Der Nachteil der 30x36 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und damit kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte man sich darüber im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann.

Außerdem nehmen die Störungen durch Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Quellen zu.

 

38 x 45 cm DD-Suchspule (Tiefensonde)

Die 38x45 cm DD hat den Vorteil einer sehr großen Bodenabdeckung und damit verbundenen Zeitgewinn bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist speziell für große Fundobjekte konzipiert. Das heißt aber der Größe einer Erkennungsmarke oder eines Koppelschlosses ist mit einer merklich(!) größeren Ortungstiefe zu rechnen.

Der Nachteil der 38x45 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und damit kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte man sich darüber im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann. Allerdings ist diese Suchspule trotz Ihrer Größe noch gut handhabbar, da sie nicht viel schwerer als die 27er DD ist.

Ebenso nehmen auch hier, wie bei der 27er DD, die Störungen durch Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Quellen zu.

21 x 25 cm Spiderspule

Die 21x25 cm Spiderspule (konzentrischer Suchspulentyp) hat den Vorteil das mit dieser Suchspule ein exakteres Pinpointen (Punktortung von Metallobjekten im Boden) gesichert ist. Diese Suchspule ist speziell für kleine bis mittlere Fundobjekte konzipiert. Das heißt aber der Größe eines Luftgewehr Diabolos und ähnlichen Klein(st)-Teilen. Damit eignet sich dieser Spulentyp auch sehr gut zur Münzsuche. Außerdem ist die Spiderspule für die Suche auf Feldern oder auch am Strand optimiert.

Ein weiterer Vorteil ist die Eigenschaft dieser konzentrischen Suchspule, nämlich die Unempfindlichkeit gegenüber den vorher beschriebenen HF/NF-Störungen. Mit dieser Suchspule ist auch dann noch eine Suche möglich wenn selbst die Standart DD-Spule, bei minimaler Empfindlichkeitseinstellung , keine störungsfreie Suche mehr zulässt!

Schlussendlich sei angemerkt das die 21x25 cm Spiderspule die leichteste aller XP-Suchspulen ist. Mit diesem Suchspulentyp ist auch eine stundenlange Suche das reinste Vergnügen!!

Der einzige, aber leider nicht unwesendliche Nachteil der 21x25 cm Spiderspule liegt ganz klar in der minimierten Eindringtiefe. Diese kommt, im mittel bis stark mineralisierten Boden, nicht an die Eindringtiefe der Standart DD Spule ran.

 

Welches weitere Zubehör ist „sinnvoll“?

 

Als erst sei hier der XP-eigene Funkkopfhörer WS1-2 Kanal genannt.

Diese drahtlosen Kopfhörer haben schlicht und ergreifend des großen Vorteil einer völlig kabellosen Kopfhörerverbindung zum Suchgerät. Darüber hinaus hat der WS1 den Vorteil (gegenüber alternativen drahtlosen Funkkopfhörersystemen) das die Signale in Echtzeit wiedergegeben werden und nicht um Millisekunden verzögert zur akustischen Wiedergabe kommen. Außerdem ist der Funksender im Gehäuse eingebaut und benötigt keine externe Stromversorgung. An den eigentlichen Empfänger können außerdem alternative „Lieblingskopfhörer“ angeschlossen werden, der Sondengänger ist also nicht nur auf den XP-eigenen Nackenkopfhörer angewiesen.

Als zweites empfehle ich einen externen Pinpointer (Punktortungssonde)

Mit einer Pinpointersonde wird das mühselige Suchen, besonders im Grabungsloch, auf ein Minimum reduziert. Dies macht sich vor allem bei der Zeitersparnis und dem geringeren Grabungsaufwand in schlecht zugänglichen Bereichen bemerkbar (Beispiel: Unter Wurzeln, zwischen Steinen, bei harten Böden, aber auch bei sogenannten „Mülllöchern“)

Wer einmal so einen Pinpointer mit Erfolg eingesetzt hat geht lieber ohne Grabungswerkzeug als ohne Pinpointersonde aus dem Haus ;-)

Zum Thema Grabungswerkzeug

Der Militariasucher bevorzugt „natürlich“ den legendären Klappspaten. Dieses Arbeitsgerät hat sicherlich seine Vorteile für großflächige oder tiefere Grabungen. Für den „normalen“ Suchalltag stellt der Klappspaten aber eher eine Belastung oder sogar eine Behinderung dar. Ihn dabei zu wissen ist sicherlich nicht schlecht, allerdings sollte der Sondengänger bei seiner Suche nicht immer so „tief-denkend“.... Viele Metallobjekte liegen im Oberflächenbereich bis ca. 20 cm Tiefe. Hier reicht oft eine einfache Grabungshacke oder für den „Non-Plus-Ultra“-Sucher ein vernünftiger Eispickel.

Maurerhammer, Gardena-Gartenschäufelchen oder auch eine Spitzhacke sind hier eher fehl an Platze...

Zu guter letzt... Wie verpacke ich Funde und Gerät?

Kleinere Funde bringt man am besten in einer Fundtasche unter. Fundtaschen sollten mehrere kleine Fächer haben um besondere Funde zu „sichern“ (Beispiel: Münzen oder Abzeichen). Darüber hinaus sollten Fundtaschen am Körper (und nicht in der Hand) getragen werden – denn diese benötigt man zum Halten des Gerätes und des Grabungswerkzeuges, der Pinpointersonde.

Der Metalldetektor und alle anderen wichtigen Dinge (Verpflegung, Getränke, Erste-Hilfe-Packs, Klappspaten, etc.) sollten in einen passenden Detektorrucksack transportiert werden. Dies schützt zum einen gegenüber neugierigen Blicken und zum anderen erleichtert es den Transport des Gerätes und der Ausrüstung zum Suchort. Außerdem kann im Fall eines größeren Fundes, auf diesen Rucksack als Transporthilfe zurückgegriffen werden.

 

Tipp:

Wer einen preiswerten und programmierbaren Detektor mit Displayanzeige sucht, ist aber auch mit dem neuen RUTUS-DRACO gut beraten! Jedoch mit der Einschränkung das dieser nur in gering bis mittel-mineralisierten Böden eingesetzt werden kann!

Sollten Sie sich immer noch nicht schlüssig sein welches Gerät für Sie das passende ist, bitte ich um telefonische Kontaktaufnahme!

 

Weiteres Zubehör- und Ausrüstungsgegenstände finden sich im neuen Internetshop


Link-Tipp: Militaria-Fundforum

 
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