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Fragen
und Antworten zum Militariadetektor
XP-ADX
150 pro /
XP-ADX 250 + Zubehör + Alternativen
Hallo,
ich bin über das Militaria Fundforum auf eure Seite aufmerksam geworden.
Ich möchte mich auf die Suche nach Bodenfunden begeben, alles was
so aus Kriegszeiten stammt, nur ich habe von der ganzen Materie
keinen blassen Schimmer.
Was brauche ich da für ein Gerät und was für Zubehör ?
Preislich
sollte es eigentlich nicht die 500€ Grenze überschreiten.
Es ist zwar alles sehr gut beschrieben für Anfänger usw. aber ich
kann mich trotzdem schlecht entscheiden...
Fragen
dieser Art werden sehr häufig an mich rangetragen.
Aus
diesem Grunde habe ich hier mal eine umfassende Antwort zusammengestellt.
Ich
hoffe sie hilft weiter!
Meine
Empfehlung speziell für Militariasucher
Für diese Suchaufgaben (und den finanziellen
Rahmen) kommt eigentlich nur der XP-ADX
150 pro oder XP-ADX
250 in Frage!
-
Beide Detektoren sind für die Militariasuche optimal geeignet,
aber auch für die Suche nach Münzen und anderen Kleinteilen, wie
Knöpfe oder auch Rangabzeichen.
- Mit
optionalen Suchspulen lassen sich beide Geräte zu Tiefensonden
modifizieren die in der Lage sind große Metallmassen bis ca. 2
Meter Suchtiefe zu lokalisieren.
- Aber
selbst mit der Standartsuchspule bewegt man sich in Bodenortungstiefen
die sonst nur mit wesendlich teureren Geräten möglich sind!
Der (neue) ADX 150 pro hat im Gegensatz zum alten Modell die Möglichkeit
das die Suchspulen gewechselt werden können, außerdem ist bei dem
neuen Modell ein modifizierter Chipsatz (V1.0 entspricht der V4.0))
enthalten, der leise Ortungssignale in der Lautstärke anhebt.
Durch eine deutliche Reduzierung des Eisenvorfilters hat diese Spezialversion des ADX150 mehr Empfindlichkeit auf Kleinteile und eine erhöhte Eindringtiefe. Mit der modifizierten ADX150 Version lassen sich auch im Diskriminations-Mode kleine Eisenteile wie Armbrustbolzen, Sporen, Pfeilspitzen und Messer hervorragend orten.
Als
Tüpfelchen auf dem I, hat XP nun auch noch einen Funksender
für den drahtlosen
Kopfhörer WS1 in den ADX 150 eingebaut!
Mittlerweile
hat sich noch herauskristalisiert das der ADX 150 pro eine geringere
Empfindlichkeit auf externe Störquellen (wie Hochspannungsleitungen)
besitzt - ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber
der restlichen XP-Serie mit Außnahme des GoldmaxxPower (GMP)-
Jedoch - und das sollte man ehrlicher Weise sagen - hat der ADX
150 natürlich auch ein paar Mankos...
Einige
Nachteile hat der ADX 150 pro gegenüber dem ADX 250:
1. Die Umschaltung von Altmetall auf Diskriminator (Eisenfilter)
kann beim ADX 150 pro nur durch Drehen des Einstellknopfes gemacht
werden, dabei müsste dann jedes Mal die Diskeinstellung neu
vorgenommen werden. Hier hat der ADX 250 den ganz klaren Vorteil:
Mit dem Schalter und Regler D1 lässt sich Eisen in einem sehr fein
aufgelösten Bereich stufenlos ausblenden. Der Sucher kann dabei
frei entscheiden ab welcher Größe der Eisenfilter "greifen"
soll. Möchte er einen ähnlichen Eisenvorfilterung wie beim ADX 150
pro haben, so schaltet er einfach auf D2 und dreht den Regler bis
zu seiner gewünschten Eisen - oder auch Nicht-Eisenausblendung (Bsp.
Flaschendeckel, oder Alufolie) Möchte er für bestimmte Suchaufgaben
dahingegen im Altmetallmodus laufen, genügt beim ADX 250 ein einfaches
Umlegen des Mode-Schalters. Dabei bleiben vorher gemachte D1 oder
D2 Einstellungen erhalten und können nach einem nochmaligen Umschalten
sofort wieder genutzt werden.
2. Beim Umschalten der Funkkanäle des ADX 250 (und folgenden XP-Typen)
wird gleichzeitig zum gewechselten Funkkanal die Arbeitsfrequenz
des Detektors geändert. Auch diese Einrichtung dient dazu Störsignale
bei nah beieinander betriebenen XP-Detektoren auf ein Minimum zu
reduzieren. Außerdem können dadurch Störungen durch Funkanlagen,
Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Störquellen minimiert werden.
Hinweis:
Der regulär angeboten XP-ADX150 hat den "harten" Eisenvorfilter der Vorgängermodell ADX100 "geerbt" und ist daher nur eingeschränkt für Militariasucher zu empfehlen, da es auch hierbei wichtig sein kann Eisen zu finden - (Bajonette, Koppelschlösser aus Eisen, andere Ausrüstungsgegenstände aus Eisen) - dies garantiert nur der ADX150 pro!
Die
Zubehörfrage
Welche
Suchspulen?
Sicherlich
ist auf Dauer und zum Erreichen größerer Ortungstiefen eine größere
Suchspule von Nutzen. Ich rate aber prinzipiell dazu das der Kunde
sich zunächst mit seinem Gerät und der original Suchspule (in diesem
Falle der 22,5 cm DD-Spule) „anfreundet“. Kann er ersteinmahl die
verschiedenen Signaltöne richtig zuordnen und kommt auch sonst mit
der Gerätebedienung gut zurecht (Bsp. exakte Punktortung, Erkennung
von Stör- und Nutzsignalen), kann er sich überlegen sich eine andere
Suchspule zuzulegen. Auch wird im die bis dahin verstrichene Zeit
helfen, die richtige Entscheidung für „seine“ Suchspule zu finden.
Vor-
und Nachteile der optionalen Suchspulen für ADX 150 und 250 (vs.
Adventis II und Gmaxx II)
27
cm Doppel-D Suchspule:
Die
27 cm DD hat den Vorteil einer größeren Bodenabdeckung und damit
verbundenen Zeitgewinn bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist
speziell für mittlere bis große Fundobjekte konzipiert. Das heißt
aber der Größe eines 2 Eurostückes ist mit einer merklich größeren
Ortungstiefe zu rechnen.
Der
Nachteil der 27 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und damit
kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte
man sich darüber
im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann...
Außerdem
nehmen die Störungen durch Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Quellen
zu.
30x36 cm Doppel-D Suchspule: (neu)
Die neue 30x36 cm DD hat den Vorteil einer noch größeren Bodenabdeckung und damit verbundenen Zeitgewinn bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist für fast alle Objektgrößen geeignet, die Kleinteilempfindlichkeit gegenüber der Standartspule ist nicht viel geringer. Das heißt aber der Größe eines 2 Centstückes ist mit einer größeren Ortungstiefe zu rechnen.
Der Nachteil der 30x36 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und damit kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte man sich darüber im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann.
Außerdem nehmen die Störungen durch Hochspannungsleitungen und anderen HF/NF-Quellen zu.
38
x 45 cm DD-Suchspule (Tiefensonde)
Die
38x45 cm DD hat den Vorteil
einer sehr großen Bodenabdeckung und damit verbundenen Zeitgewinn
bei der Flächensuche. Diese Suchspule ist speziell für große Fundobjekte
konzipiert. Das heißt aber der Größe einer Erkennungsmarke oder
eines Koppelschlosses ist mit einer merklich(!) größeren Ortungstiefe
zu rechnen.
Der
Nachteil der 38x45 cm DD liegt darin das das Gerät schwerer und
damit kopflastiger wird. Vor einer Dauersuche sollte man sich darüber
im klaren sein, das dies recht schnell in die Arme gehen kann. Allerdings
ist diese Suchspule trotz Ihrer Größe noch gut handhabbar, da sie
nicht viel schwerer als die 27er DD ist.
Ebenso
nehmen auch hier, wie bei der 27er DD, die Störungen durch Hochspannungsleitungen
und anderen HF/NF-Quellen zu.
21
x 25 cm Spiderspule
Die
21x25 cm Spiderspule
(konzentrischer Suchspulentyp) hat den Vorteil das mit dieser Suchspule
ein exakteres Pinpointen (Punktortung von Metallobjekten im Boden)
gesichert ist. Diese Suchspule ist speziell für kleine bis mittlere
Fundobjekte konzipiert. Das heißt aber der Größe eines Luftgewehr
Diabolos und ähnlichen Klein(st)-Teilen. Damit eignet sich dieser
Spulentyp auch sehr gut zur Münzsuche. Außerdem ist die Spiderspule
für die Suche auf Feldern oder auch am Strand optimiert.
Ein
weiterer Vorteil ist die Eigenschaft dieser konzentrischen Suchspule,
nämlich die Unempfindlichkeit gegenüber den vorher beschriebenen
HF/NF-Störungen. Mit dieser Suchspule ist auch dann noch eine Suche
möglich wenn selbst die Standart DD-Spule, bei minimaler Empfindlichkeitseinstellung
, keine störungsfreie Suche mehr zulässt!
Schlussendlich
sei angemerkt das die 21x25 cm Spiderspule die leichteste aller
XP-Suchspulen ist. Mit diesem Suchspulentyp ist auch eine stundenlange
Suche das reinste Vergnügen!!
Der
einzige, aber leider nicht unwesendliche Nachteil der 21x25 cm Spiderspule
liegt ganz klar in der minimierten Eindringtiefe. Diese kommt, im
mittel bis stark mineralisierten Boden, nicht an die Eindringtiefe
der Standart DD Spule ran.
Welches
weitere Zubehör ist „sinnvoll“?
Als
erst sei hier der XP-eigene Funkkopfhörer
WS1-2 Kanal genannt.
Diese
drahtlosen Kopfhörer haben schlicht und ergreifend des großen Vorteil
einer völlig kabellosen Kopfhörerverbindung zum Suchgerät. Darüber
hinaus hat der WS1 den Vorteil (gegenüber alternativen drahtlosen
Funkkopfhörersystemen) das die Signale in Echtzeit wiedergegeben
werden und nicht um Millisekunden verzögert zur akustischen Wiedergabe
kommen. Außerdem ist der Funksender im Gehäuse eingebaut und benötigt
keine externe Stromversorgung. An den eigentlichen Empfänger können
außerdem alternative „Lieblingskopfhörer“ angeschlossen werden,
der Sondengänger ist also nicht nur auf den XP-eigenen Nackenkopfhörer
angewiesen.
Als
zweites empfehle ich einen externen Pinpointer
(Punktortungssonde)
Mit
einer Pinpointersonde
wird das mühselige Suchen, besonders im Grabungsloch, auf ein Minimum
reduziert. Dies macht sich vor allem bei der Zeitersparnis und dem
geringeren Grabungsaufwand in schlecht zugänglichen Bereichen bemerkbar
(Beispiel: Unter Wurzeln, zwischen Steinen, bei harten Böden, aber
auch bei sogenannten „Mülllöchern“)
Wer
einmal so einen Pinpointer mit Erfolg eingesetzt hat geht lieber
ohne Grabungswerkzeug als ohne Pinpointersonde aus dem Haus ;-)
Zum
Thema Grabungswerkzeug
Der
Militariasucher bevorzugt „natürlich“ den legendären Klappspaten.
Dieses Arbeitsgerät hat sicherlich seine Vorteile für großflächige
oder tiefere Grabungen. Für den „normalen“ Suchalltag stellt der
Klappspaten aber eher eine Belastung oder sogar eine Behinderung
dar. Ihn dabei zu wissen ist sicherlich nicht schlecht, allerdings
sollte der Sondengänger bei seiner Suche nicht immer so „tief-denkend“....
Viele Metallobjekte liegen im Oberflächenbereich bis ca. 20 cm Tiefe.
Hier reicht oft eine einfache Grabungshacke
oder für den „Non-Plus-Ultra“-Sucher ein vernünftiger Eispickel.
Maurerhammer,
Gardena-Gartenschäufelchen oder auch eine Spitzhacke sind hier eher
fehl an Platze...
Zu
guter letzt... Wie verpacke ich Funde und
Gerät?
Kleinere
Funde bringt man am besten in einer Fundtasche
unter. Fundtaschen sollten mehrere kleine Fächer haben um besondere
Funde zu „sichern“ (Beispiel: Münzen oder Abzeichen). Darüber hinaus
sollten Fundtaschen am Körper (und nicht in der Hand) getragen werden
– denn diese benötigt man zum Halten des Gerätes und des Grabungswerkzeuges,
der Pinpointersonde.
Der
Metalldetektor und alle anderen wichtigen Dinge (Verpflegung, Getränke,
Erste-Hilfe-Packs,
Klappspaten, etc.) sollten in einen passenden Detektorrucksack
transportiert werden. Dies schützt zum einen gegenüber neugierigen
Blicken und zum anderen erleichtert es den Transport des Gerätes
und der Ausrüstung zum Suchort. Außerdem kann im Fall eines größeren
Fundes, auf diesen Rucksack als Transporthilfe zurückgegriffen werden.
Tipp:
Wer
einen preiswerten und programmierbaren Detektor
mit Displayanzeige sucht, ist aber auch mit dem neuen RUTUS-DRACO
gut beraten! Jedoch mit der Einschränkung das dieser nur in
gering bis mittel-mineralisierten Böden eingesetzt werden kann!
Sollten
Sie sich immer noch nicht schlüssig sein welches Gerät
für Sie das passende ist, bitte ich um telefonische Kontaktaufnahme!
Weiteres
Zubehör- und Ausrüstungsgegenstände finden sich
im neuen Internetshop

Link-Tipp:
Militaria-Fundforum

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