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Elterninfo!
(Update
der Elterninfo im Nov. 2011)
Metalldetektoren
gehören nicht (gedankenlos) in Kinderhände!
Immer
wieder erreichen mich Anfragen von Eltern die ihren Kindern einen
Metalldetektor schenken wollen, sei es zum Geburtstag, zu Weihnachten
oder auch als "eigenen" Detektor wenn die Eltern bereits
selber Sondengänger sind.
Ich
kann dazu nicht kommentarlos raten -denn,
Metalldetektoren
sind keine Kinderspielzeuge!!

WARUM dieser Rat?
1.
Die allermeisten normalen Hobby-Metallsuchgeräte sind schlicht
und ergreifend zu schwer für Kinder. Selbst Kinder die das
15. Lebensjahr erreicht haben laufen im Durchschnitt nicht länger
als 15 Minuten mit dem Gerät, bis erste Anzeichen von Ermüdung
des Schwenkarmes auftreten. Der verwendete Detektor sollte daher
keinesfalls mehr als 1 Kg wiegen! Hier zählt jedes Gramm am
Arm....
Selbst
"sportliche" Kinder die jünger als 12 Jahre sind,
sind mit Geräten die mehr als 900 Gramm wiegen in 99% der Fälle
nach kurzer Zeit körperlich überfordert!
2.
Das Kind sollte generell wenigstens 16
Jahre alt sein und eine gewisse Reife
mitbringen. Es ist verantwortungslos und verstößt außerdem
gegen die Sorgfaltspflicht der Eltern wenn man sein Kind mit einem
Metallsuchgerät alleine losziehen lässt!
Das Gefahrenpotiential, auf Grund von Kriegsaltlasten,
in unseren Böden ist nicht zu unterschätzen. Selbst erfahrene
Sondengänger sind oft nicht in der Lage scharfe Munition oder
Munitionsteile einwandfrei zu identifizieren.
Hinzu kommt das natürliche kindliche Interesse den Gegenstand
welches es gefunden hat und möglicherweise nicht erkennt um
was es sich handelt, zu bergen und mitzunehmen, um es in schlimmsten
Fall zu Hause auseinander zu nehmen...
Aus diesen Gründen verkaufe ich (wenn ich es vorher in Erfahrung
bringen kann) auch keine Metalldetektoren an Minderjährige
direkt!!Wenn Sie Ihr Kind an der Schatzsuche dennoch aktiv beteiligen
wollen, gibt es ein paar Möglichkeiten die vertretbar sind.
1. Wenn Sie selber über eine Sonde verfügen und die nötige
Erfahrung haben, können Sie Ihrem Kind eine Pinpointersonde zum
Lokalisieren des von Ihnen gemachten Fundes geben. Das kann eben
soviel Spaß machen und auch Ihr Kind weiss ja nicht was da
jetzt zum Vorschein kommt...
2. Suchen Sie mit Ihrem Kind an unbedenklichen Stellen. Hierzu zählt
der Kinderspielplatz und öffentliche Strände. Bei der
Suche sollte Ihr Sprössling allerdings Handschuhe tragen, da
auch im Sand gefährliche Objekte liegen können (Einwegspritzen,
Messer, Glasscherben, usw.)
Noch
was zur Gerätewahl:
Sollte das Gerät für ein 7-13 jähriges Kind sein
so genügt hier ein ganz einfacher und leichter Allmetalldetektor
der bei diversen Anbietern für 20-40 Euro angeboten wird. Die
Geräte reichen für die Strand- und Spielplatzsuche vollkommen
aus und sind vor allem leicht und sehr einfach zu bedienen.
Weiter
unten finden Sie diesbezüglich eine Geräteempfehlung.
Aber auch hier gilt - selbst mit einem Leitungssuchgerät für
5 Euro lässt sich scharfe Munition finden!!
Ein paar Beispiele der nicht empfehlenswerten Geräte
der unteren Preisklasse:
MD(S) 3005 (auch als Skytec 920 angeboten)
MD(SX) 3006
MD(SX) 3300
MD 3009 (auch als Deep Target angeboten)
Versatile
Alle so genannten "PROFI Metalldetektoren"
Alle Metalldetektoren die anderweitig reißerisch mit grandiosen
Tiefeangaben und phänomenaler Ausstattung beworben werden.
Etwa ab dem 14. Lebensjahr kann dann auch ein größeres
Gerät in Betracht gezogen werden.
Dieses sollte aber ebenfalls nicht zu schwer (max. 1,3 Kg) und leicht
bedienbar sein.

Bounty
Hunter Junior im Sandkasteneinsatz
Also
- was tun? - welches Gerät?
Oder
doch was ganz anderes?
Wie
schon gesagt machen viele Geräte in der unteren Preisklasse
meist wenig Sinn.
Jedoch
gibt es (ganz wenige) Außnahmen.
Für
rund 90 Euro erhält man aktuell den Bounty
Hunter Junior.
Dieses
Gerät verfügt tatsächlich über einen funktionsfähigen
Diskriminator und ist darüber hinaus so leicht das auch kleinere
Kinder (Altersklasse ab 7 Jahren) damit
längere Zeit mit Freude suchen und finden können!
Wenn es Ihr Kind respektive Sie es aber ernst meinen mit dem Hobby
dann sollten Sie über den Kauf eines Tesoro
Compadre SE nachdenken. Das Gerät ist einfach zu bedienen,
leicht, hat eine sehr gute Empfindlichkeit auf Münzen und Schmuck
und ist störunanfällig gegen Störungen von außen.
Geeignet für Kinder ab 14 Jahre
Kostenpunkt: ca. 290 Euro!
Der
rund 100 Euro günstigere Garrett
ACE 150 ist hingegen nicht wirklich gut geeignet da er erstens
schwerer ist und das Kind mit der Signalwiedergabe überfordert
ist. Dazu kommt ein schlechtes Punktortungsverhalten was ebenfalls
zu mehr Frust als Freude beitragen dürfte. Der ACE 150 empfielt
sich nur für größere Kinder (ab
16 Jahren) mit körperlicher Ausdauer und technischen
Verständnis.
Sollte
dies aber insgesamt Ihren geplanten Rahmen auch deutlich sprengen
so habe ich zumindest noch eine Alternative für Sie die allerdings
nichts mit der Suche nach Schätzen zu tun hat, aber einen nicht
unerheblichen Spaßfaktor besitzt.
Meine
persönliche Empfehlung: Silverlit
Der
Spaßfaktor ist hoch (bei großen und kleinen Leuten)
und der Geldbeutel wird geschont!
Für
weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!
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