Metallsuchgeräte, Sondengehen, Schatzsuche, Ortungstechnik, Thomas Schwarz

 

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Elterninfo!

(Update der Elterninfo im Nov. 2011)

 

Metalldetektoren gehören nicht (gedankenlos) in Kinderhände!

 

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Eltern die ihren Kindern einen Metalldetektor schenken wollen, sei es zum Geburtstag, zu Weihnachten oder auch als "eigenen" Detektor wenn die Eltern bereits selber Sondengänger sind.

 

Ich kann dazu nicht kommentarlos raten -denn,

Metalldetektoren sind keine Kinderspielzeuge!!

 


WARUM dieser Rat?

1.  Die allermeisten normalen Hobby-Metallsuchgeräte sind schlicht und ergreifend zu schwer für Kinder. Selbst Kinder die das 15. Lebensjahr erreicht haben laufen im Durchschnitt nicht länger als 15 Minuten mit dem Gerät, bis erste Anzeichen von Ermüdung des Schwenkarmes auftreten. Der verwendete Detektor sollte daher keinesfalls mehr als 1 Kg wiegen! Hier zählt jedes Gramm am Arm....

Selbst "sportliche" Kinder die jünger als 12 Jahre sind, sind mit Geräten die mehr als 900 Gramm wiegen in 99% der Fälle nach kurzer Zeit körperlich überfordert!

2. Das Kind sollte generell wenigstens 16 Jahre alt sein und eine gewisse Reife mitbringen. Es ist verantwortungslos und verstößt außerdem gegen die Sorgfaltspflicht der Eltern wenn man sein Kind mit einem Metallsuchgerät alleine losziehen lässt!


Das Gefahrenpotiential, auf Grund von Kriegsaltlasten, in unseren Böden ist nicht zu unterschätzen. Selbst erfahrene Sondengänger sind oft nicht in der Lage scharfe Munition oder Munitionsteile einwandfrei zu identifizieren. 


Hinzu kommt das natürliche kindliche Interesse den Gegenstand welches es gefunden hat und möglicherweise nicht erkennt um was es sich handelt, zu bergen und mitzunehmen, um es in schlimmsten Fall zu Hause auseinander zu nehmen...


Aus diesen Gründen verkaufe ich (wenn ich es vorher in Erfahrung bringen kann) auch keine Metalldetektoren an Minderjährige direkt!!Wenn Sie Ihr Kind an der Schatzsuche dennoch aktiv beteiligen wollen, gibt es ein paar Möglichkeiten die vertretbar sind.


1. Wenn Sie selber über eine Sonde verfügen und die nötige Erfahrung haben, können Sie Ihrem Kind eine Pinpointersonde zum Lokalisieren des von Ihnen gemachten Fundes geben. Das kann eben soviel Spaß machen und auch Ihr Kind weiss ja nicht was da jetzt zum Vorschein kommt...


2. Suchen Sie mit Ihrem Kind an unbedenklichen Stellen. Hierzu zählt der Kinderspielplatz und öffentliche Strände. Bei der Suche sollte Ihr Sprössling allerdings Handschuhe tragen, da auch im Sand gefährliche Objekte liegen können (Einwegspritzen, Messer, Glasscherben, usw.)

Noch was zur Gerätewahl:
Sollte das Gerät für ein 7-13 jähriges Kind sein so genügt hier ein ganz einfacher und leichter Allmetalldetektor der bei diversen Anbietern für 20-40 Euro angeboten wird. Die Geräte reichen für die Strand- und Spielplatzsuche vollkommen aus und sind vor allem leicht und sehr einfach zu bedienen.

Weiter unten finden Sie diesbezüglich eine Geräteempfehlung.


Aber auch hier gilt - selbst mit einem Leitungssuchgerät für 5 Euro lässt sich scharfe Munition finden!!


Ein paar Beispiele der nicht empfehlenswerten Geräte der unteren Preisklasse:
MD(S) 3005 (auch als Skytec 920 angeboten)
MD(SX) 3006
MD(SX) 3300
MD 3009 (auch als Deep Target angeboten)
Versatile
Alle so genannten "PROFI Metalldetektoren"
Alle Metalldetektoren die anderweitig reißerisch mit grandiosen Tiefeangaben und phänomenaler Ausstattung beworben werden.


Etwa ab dem 14. Lebensjahr kann dann auch ein größeres Gerät in Betracht gezogen werden. 
Dieses sollte aber ebenfalls nicht zu schwer (max. 1,3 Kg) und leicht bedienbar sein.

Bounty Hunter Junior im Sandkasteneinsatz

 

Also - was tun? - welches Gerät?

Oder doch was ganz anderes?

Wie schon gesagt machen viele Geräte in der unteren Preisklasse meist wenig Sinn.

Jedoch gibt es (ganz wenige) Außnahmen.

Für rund 90 Euro erhält man aktuell den Bounty Hunter Junior.

Dieses Gerät verfügt tatsächlich über einen funktionsfähigen Diskriminator und ist darüber hinaus so leicht das auch kleinere Kinder (Altersklasse ab 7 Jahren) damit längere Zeit mit Freude suchen und finden können!

 

Wenn es Ihr Kind respektive Sie es aber ernst meinen mit dem Hobby dann sollten Sie über den Kauf eines Tesoro Compadre SE nachdenken. Das Gerät ist einfach zu bedienen, leicht, hat eine sehr gute Empfindlichkeit auf Münzen und Schmuck und ist störunanfällig gegen Störungen von außen. Geeignet für Kinder ab 14 Jahre Kostenpunkt: ca. 290 Euro!

Der rund 100 Euro günstigere Garrett ACE 150 ist hingegen nicht wirklich gut geeignet da er erstens schwerer ist und das Kind mit der Signalwiedergabe überfordert ist. Dazu kommt ein schlechtes Punktortungsverhalten was ebenfalls zu mehr Frust als Freude beitragen dürfte. Der ACE 150 empfielt sich nur für größere Kinder (ab 16 Jahren) mit körperlicher Ausdauer und technischen Verständnis.

 

Sollte dies aber insgesamt Ihren geplanten Rahmen auch deutlich sprengen so habe ich zumindest noch eine Alternative für Sie die allerdings nichts mit der Suche nach Schätzen zu tun hat, aber einen nicht unerheblichen Spaßfaktor besitzt.

Meine persönliche Empfehlung: Silverlit

Der Spaßfaktor ist hoch (bei großen und kleinen Leuten) und der Geldbeutel wird geschont!

 

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

 

 
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