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Informationen
für Goldsucher
Immer
wieder erreichen mich Anfragen nach Goldsuchgeräten.
Dabei gibt es vier Haupt-Anfragen.
1.
Die Suche nach Gold unbestimmter Größe in Tiefen
von über 1 Meter.
2. Die Suche nach einzelnen Goldmünzen
und Schmuck in Wald und Feld.
3.
Die Suche nach Nugget´s resp. kleiner Goldteilchen
wie sie bei uns in natürlicher Form vorkommen
4. Die Suche nach Goldohrsteckern
oder kleinen Goldanhängern
Ich
möchte im folgenden die Machbarkeit (Nachweismöglichkeiten),
mit den zur Verfügung stehenden Geräten die auf dem Markt
erhältlich sind, erläutern. Auf Exoten wie z.B. Bodenradar
und andere alternative Messmethoden gehe ich nicht ein. Besprochen
werden hier in der Regel VLF und PI Detektoren.
Zu
1

Ein
„sicherer Nachweis - eine Detektion - von tiefer liegenden
Metall, ist nur dann möglich wenn die gesuchte Metallmasse,
(womit auch umgebendes Metall gemeint ist), eine Mindestgröße
von 40x40 cm hat. Wobei schon ein Unterschied besteht ob es sich
dabei zum Beispiel um Eisen oder Zink, oder um reines Gold handelt.
Gold wird in der Regel nämlich schlechter detektiert!
Die angenommenen 40x40 cm gelten aber nur bis zu einer ungefähren
Tiefe von 100 cm im mittel-mineralisierten Boden. Ist der Boden
weniger mineralisiert, Bsp. heller Sand, kann es je nach verwendeter
Suchspule auch mal 130 cm werden. Im stärker mineralisierten
Böden, zum Beispiel in roten Böden oder da wo Vulkanismus
vorherrschte kann dieser Wert nicht mehr eingehalten werden. In
Extremböden werden aus den mittleren 100 cm, leicht mal die
Hälfte und noch weniger!
Merke: Aus
dem Grund ist es sehr wichtig das man sich vor der Suche, bzw. der
Auswahl des Gerätes über den Boden des abzusuchenden Areals
genau informiert, damit steigt und fällt der Funderfolg erheblich!
Ein
sicherer Nachweis von einzelnen Goldmünzen
(eine gute Hand voll) in einen irdenen Topf (Keramikgefäß)
in der Größe einer Ananas, ist mit Hochleistungsdetektoren
im Preisgefüge von 3000 bis 5000 Euro bis zu einer Tiefe von
ca. 60-70 cm möglich unter der Voraussetzung der Boden ist
mittel-mineralisiert und das Keramikgefäß ist neutral.
Alle anderen Reichweitenangaben die deutlich über dieser Marke
liegen entspringen dem Reich der Fantasie und/oder unrealistischen
Werbesprüchen von Herstellern und Händlern.
Preiswertere, leistungsstarke VLF-Detektoren schaffen da noch ca.
50 cm Ortungstiefe.
Um
zum Beispiel in 2 Meter Tiefe, mit einem VLF-Metalldetektor, noch
Gold zu orten muss die Metallmasse wenigstens 1,5 qm Grundfläche
haben. NUR Eisen kann mit geeigneten Detektoren (Magnetometersonden)
in geringerer Dichte und größerer Tiefe nachgewiesen
werden.
Wenn es jedoch sicher ist das die zu suchende Metallmasse wenigstens
100x100 cm misst so kann in diesem Fall zum Nachweis mit so genannten
Großschleifendetektoren auf Pulsinduktionsbasis (PI) gearbeitet
werden. Auf eine Metallunterscheidung oder Metallartenerkennung
ist ab einer Tiefe von ca. 70 cm jedoch kein Verlass mehr - diese
Option bieten zudem nur wenige PI-Geräte an. Alternativ dazu
eigenen sich für diese Suchaufgaben so genannte 2-Box Detektoren
die nach dem 90° Verfahren arbeiten. Hier sei der FISHER-GEMINI
3 genannt.
HINWEIS
Abschließend
zu diesem Punkt weise ich noch darauf hin das die gezielte (private)
Tiefensuche nach antiken Metallobjekten prinzipiell nicht erlaubt
ist. Hier greifen auch keine Nachforschungsgenehmigungen der Bundesländer
da diese in der Regel nur für gestörte Böden
erteilt werden, gemeint ist damit beackerte Flächen im Oberflächenbereich
bis ca. 30 cm.
Das
geziele Suchen und Bergen von antiken Metallobjekten ist darüber
hinaus (ohne Genehmigung) in vielen Ländern eine Straftat die
empfindlich geahndet wird bis hin zum Freiheitsentzug! Besonders
regiros gehen Griechenland, die Türkei und arabische Staaten
mit Raubgräbern um, was ich persönlich aber nicht verurteile
da die Machenschaften dieser "Schatzsucher" teilweise
schon mafiöse Züge annehmen.
Zu
2
Für die Suche nach oberflächlich vermuteten, kleineren
Metallobjekten (kleine Gold und Silbermünzen, Ringe, Schmuck,
etc.) eignen sich vorwiegend VLF-Metalldetektoren mit höherer
Arbeitsfrequenz und Suchspulen in der Größe um 20 cm
Durchmesser.
Nachteil
bei hoher Arbeitsfrequenz - das nachlassende Eindringverhalten in
mineralisierten Böden und der allgemein physikalisch bedingte
Abstrich an Suchtiefe wegen der hohen Frequenz.
Hinzu
kommt das der Diskriminator nicht mehr so sauber trennt zwischen
Eisen und Buntmetall, Eisen wird in der Praxis dann häufiger
als Buntmetall angezeigt. Wen das nicht weiter stört der ist
mit Detektoren der Firma TESORO dem Lobo
Super Traq und von XP dem GoldmaxxPower
gut bedient, letzterer schlägt den Lobo in Punkto Ortungstiefe,
wobei beim Lobo der Diskriminator etwas sauberer trennt, dies vor
allem in stark mit Eisen durchsetzten Böden.
Auch
hat sich hier der Tesoro
Vaquero II (Germania) mit einer optionalen 15 cm DD-Suchspule
bewährt.
Bei
diesem Gerät ist die Arbeitsfrequenz etwas niedriger was ein
erhöhtes Eindringverhalten in den Boden gewährt. Der Germania
arbeitet auf wenig mineralisierten Böden mit seinem wahlweise
zuschalbaren manuellen Bodenabgleich, tw. besser als leistungsstärkere
Detektoren. Die 15 cm DD-Spule garantiert dabei eine überragend
hohe Kleinteilempfindlichkeit.
Die
Verwendung von größeren Suchspulen macht nur dann Sinn
wenn die vermutete Objektgröße einen Durchmesser von
4 cm überschreitet, ansonsten ist man meist mit der Standartsuchspule
des Gerätes besser bedient.
Merke:
Größere Suchspule = geringere Empfindlichkeit auf Kleinteile
und keinesfalls mehr Suchtiefe auf kleinere Metallobjekte!
Zu
3

Naturgold (Mini-Nuggets oder Flitter) welches hier in Deutschland
gefunden wird, kann mit KEINEM Metalldetektor sicher nachgewiesen
werden!
Dafür
ist die (überwiegende) Masse des Naturgoldes einfach zu gering.
Die Korngröße sollte mindestens 2-3 mm haben und selbst
da darf das Gold nicht tiefer als 3 cm im Boden oder Bachbett liegen.
Für die Naturgoldsuche hier in Europa eignen sich wenn nur
Geräte mit einer hohen Arbeitsfrequenz von wenigstens 18 Khz
und einer möglichst kleinen, konzentrichen oder Doppel-D Suchspule.
Der
Tesoro Lobo
Super Traq oder Tesoro Germania
kann in geringer mineralisierten Böden aber auch in Bächen
und Flüssen mit einer optionalen 15 cm DD-Spule zu einem Funderfolg
führen, jedoch auch hier mit der Einschränkung das die
zu erwartende Korngröße 2 mm keinesfalls unterschreiten
sollte.
Als preiswerteste Alternative bleibt hier immer noch die alt bewährte
Goldwaschpfanne!
Zu
4

Nicht selten gehen kleine Ohrstecker und Anhänger aus Gold
verloren, oft in der Kombination mit einem Edelstein oder Diamanten.
Um diese wieder zu finden bedarf es ähnlicher Techniken wie
bei der Naturgoldsuche. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich aber
sagen das die Wahrscheinlichkeit so einen Miniohrstecker zu orten
gegen Null tendiert wenn der Verlierort nicht auf hochstens 2 qm
eingeschränkt bleibt!
Erst ab einer Objektgröße von 6 mm Durchmesser, oder
ein längliches Objekt von mind. 2,5 x 5 mm Länge macht
eine oberflächliche Suche Sinn. Vorausgesetzt der Boden ist
nicht zu mineralisch und der Bewuchs gering. Hier ist mit einem
geeigneten Detektor (siehe Punkt 2+3) eine Ortungstiefe von ca.
5 cm möglich, je nach „Anhängseln“ wie Einhackbügeln
auch etwas mehr. Es sollte aber in jedem Fall im Modus Allmetall
gesucht werden, da schon bei leicht mineralisierten Böden eine
Eisenanomalie (ein Mischsignal) auftreten kann. Trotzdem bleibt
es eine Sysyphusarbeit ohne Garantie auf Funderfolg...
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