Checkliste
und Geräteberatung für
Metalldetektor-Anfänger
(Überarbeitete
Seite)
Grundsätzliches
Wenn
man nicht die Gelegenheit hat sich bei einem Sondengängerkollegen
oder beim Händler einen Detektor zeigen und erläutern
zu lassen, sollten nur Detektoren in die engere Wahl gezogen werden
die nachstehende Kriterien erfüllen:
Das
wichtigste für einen Anfänger muß ein Metalldetektor
mit einwandfrei funktionierendem Diskriminator (Metallunterscheidung)
sein. Darüber hinaus sollte ein Anfänger auf ein Gerät
mit Ground Balance (manueller Bodenabgleich) verzichten, diese Geräte
können zwar tiefer orten, setzen aber unbedingt eine einwandfreie
Bedienung voraus!! Bei falscher Einstellung muss mit Störgeräuschen
und vor allem einer immensen Tiefeneinbuße gerechnet werden.
Sinnvoll
und einfach zu bedienen sind Geräte mit einer Thresholdregelung
(Grundarbeitstoneinstellung / Schwebton). Hierbei wird das Gerät
mit einem Regler auf den optimalen Grundarbeitston eingestellt,
der wiederum wichtig ist für die maximale Suchleistung. Die
Einstellung erfolgt nur im Allmetallbereich, d.h. der Ton ist im
Diskriminatormodus nicht zu hören.
Auch sollte der erster Detektor kein, frei programierbarer Detektor mit Display als Anzeigeinstrument und mit Leitwertanzeige sein. Diese, führt leicht zu der irrigen Annahme das das was die Anzeige meldet auch im Boden verborgen ist. Nebenbei sind diese Geräte in aller Regel auch teurer als Geräte ohne Anzeige. Außnahmen machen hier Geräte der Firma Garrett (ACE150+250) und Fisher (F2), die trotz voll digitaler Bedienung einfach zu handhaben sind.
Es sollte aber, unbedingt Abstand von solchen Detektoren nehmen die frei programmierbar sind, das heißt wo die Einstellung in mehr Ebenen erfolgt. Die Gefahr einer Verzettelung und der Eingabe eines falschen Programms sind groß. Außerdem will der Anfänger in aller Regel das Gerät einschalten und möglichst sofort losgehen. Dies ist mit den meisten programmierbaren Detektoren jedoch nur eingeschränkt möglich.
Siehe hierzu auch: Erste Hilfe für Sondengängeranfänger
Von
Metalldetektoren mit Notch-Filter ist ebenfalls
Abstand zu nehmen! Mit einem Notch-Filter ist man in der Lage eine
ganz bestimmte Metallart, zusätzlich zu dem eigentlichen Diskriminator,
auszublenden. Die große Gefahr ist hier aber, bei nicht sachgerechter
Einstellung, auch Metallarten auszufiltern die man eigentlich noch
orten will!
Ein wichtiger Tipp!!
Sehr preiswerte Detektoren die vom Verkäufer als wahre Wunderdetektoren angepriesen werden, sollten nicht in die Überlegungen einfließen auf diese Art das Hobby Schatzsuche/Sondengehen zu beginnen!
Wer das tut kann sehr schnell die Lust an einem interessanten und vielfälltigen Hobby verlieren. Als Faustregelt gilt - Um so preiswerter ein (neuer) Detektor ist und um so mehr "sagenhafte" Versprechungen gemacht werden um so vorsichtiger sollten sie dem Glauben schenken. Bevor Sie sich zu einem überhasteten (Fehl)-Kauf entscheiden, informieren Sie sich in den diversen Informationsforen die es zahlreich im Internet gibt, oder kontaktieren Sie einen Händler, wobei dieser Rat natürlich nur eingeschrängt gegeben werden kann, auch hier hilft oft die Anfrage in einem Forum.
Eine Liste der bekanntesten Foren finden Sie hier
Checkliste
Hierauf
sollten Sie beim Kauf Ihres ersten Metalldetektors achten!
- Einfache
Bedienung
- Keinen
Allmetalldetektor (es sei denn Sie wollen auch kleinere Eisenteile
ausgraben)
- Ein
guter Diskriminator
- Gute
Handhabung und leichtes Gewicht
- Bedienungsanleitung
in Ihrer Sprache
- Anzahl
der Batterien / Stromverbrauch
- Guter
mechanischer Aufbau des Suchgestänges
- Nicht
zu große Suchspule (Ø max. 25 cm)
- Zubehör?
- Garantie?
- Servicestellen
in Deutschland?
- Keine
Leitwertanzeige!
- Keinen
Notch-Filter!
- Keine
manuelle Bodenanpassung!
- Kein
programmierbares Gerät!
- Schwenkgeschwindigkeit
(zügig = gut - langsam = schlecht)
- Kein
Billigdetektor der Ihnen als "Tiefenwunder" angepriesen
wird - sparen Sie lieber noch etwas und kaufen sich einen preisgünstig
neuen, oder gebrauchten Markendetektor!!
Geräteberatung
für Metalldetektor-Anfänger
- Alle
hier vorgestellten Detektoren, können für jede Art von
Suche eingesetzt werden. Also egal ob nach Münzen oder nach
Militaria gesucht werden will.
- Bei
allen Detektoren sind die Suchspulen wasserdicht und können
bis auf die Elektronik in Wasser (Süßwasser) getaucht
werden.
- Alle
Detektoren haben ein stabiles Tragrohr und werden mit ausführlicher
deutscher und englischer Bedienungsanleitung geliefert.
Als preiswertester zu empfehlender Detektor hat sich immer noch der Garrett ACE 150 und ACE 250 bewährt. Diese Geräte sind einfach zu handhaben und für die allgemeine Suche geeignet, jedoch gibt es Einschränkungen, vor allem was die Suche auf mineralisierten Böden angeht.
Sehr ausführliche Informationen zu diesen Geräten finden Sie hier
Ich würde dem sparsamen, aber qualitätsbewussten Anfänger den Tesoro-Compadre SE
empfehlen, auch wenn viele (immer noch) der Meinung sind das es
sich bei diesem Detektor um ein Kindergerät handelt. Dem ist
überhaupt nicht so!
Der Compadre SE ist ein einfachst zu bedienender Detektor mit einem
sehr, sehr gut differenzierenden Diskriminator und einer fast unheimlichen
Laufruhe (sprich, so gut wie keine Fehlsignale und ungestörtes
Suchen auch auf stärker mineralisierten Böden!).
Die Bedienung ist denkbar einfach: Gerät mit dem (einzigen)
Drehregler einschalten und mit einem Eiseobjekt (Nagel) den Diskriminatorgrad
einregeln - Fertig!
Die Kleinteilempfindlichkeit ist ausgesprochen gut, und einzelne
Münzen lassen sich noch bis zu 19 cm Tiefe orten (im Boden
ca. 17 cm).
Der Compadre wiegt übrigens wie alle Tesorodetektoren sehr
wenig, bei ihm sind es ca. 1000 g! - trotzdem ist alles sehr stabil
aufgebaut, inkl. Metall-Suchgestänge.
[ Tesoro Compadre SE]
[ Tesoro Silver ]
Alternativ
dazu kann ich den Tesoro-Silver
empfehlen. Dieser verfügt im Gegensatz zum Tesoro-Compadre
über eine auswechselbare 200 mm Spule und einen Einsteller
für die Empfindlichkeit, sowie einen Umschalter von Diskriminator
auf Allmetall.
Der
Silver ist DAS ideale Gerät für die Münzsuche im
Oberflächenbereich!
Der neu Tesoro-Cibola SE
ist ebenfalls ein einfach zu bedienender, aber dennoch sehr leistungsstarker,
Detektor. Er ist der Nachfolger des beliebten Tesoro-Cibola.
Er hat neben der großen Suchspule (20x25cm) im Unterschied
zum "normalen" Tesoro-Cibola noch die Möglichkeit
auf einen permanenten Allmetallmodus umzuschalten.
Dies war bisher nur beim Tesoro-Germania (Vaquero II) möglich.
Diese
Einstellmöglichkeit erlaubt das "handfrei-suchen"
nach tief liegenden großen Metallobjekten - Beispielsweise
an Schützengräben oder an Flugzeugabsturzstellen wo nur
große Metallteile, nicht aber die vielen kleinen Metallfraqumente
geortet werden sollen. Dies war bis dato nur durch das anhaltende
drücken des Pinpointingknopfes möglich.
Der Cibola SE hat außerdem genauso wie der Cibola-Vorgänger
einen Frequenzumschalter. Dieser ist dann sinnvoll,
wenn man a) mit mehreren Sondengängern gleichzeitig loszieht,
oder b) in der Nähe von Hochspannungsleitungen und Bahntrassen
sucht.
In beiden Fällen (a+b) kann es zu Störungen im Gerät
kommen, die mit diesem Frequenzumschalter minimiert oder ganz beseitigt
werden können.
Eine weitere Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell
ist die Verwendung eines besseren Tonchips. Dabei
werden die Signale "schärfer" im Ton wiedergegeben,
was speziell bei der Antiksuche gewünscht ist.
Außerdem
wurde der Eisenvorfilter etwas zurückgenommen.
Jetzt ist es auch möglich kleinere oder höherwertige Eisenteile
(Pfeilspitzen, geschmiedete Nägel, etc.) im Diskmodus anzuzeigen.

[ Tesoro Cibola ]
Der
Cibola ist für den universellen Einsatz geeignet. Hiermit kann
sowohl im humusreichen Wald, als auch auf stärker verworfenen
Äckern gesucht werden.
Für den Militariasucher ist die Einstellung des Schwebetons
(Treshold) und dem damit verbundenen permanenten Allmetallmodus
von großem Interesse. Hiermit kann im Allmetallbereich eine
wesentlich gesteigerte Ortungsreichweite erzielt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Tesoro-Produktseite.
Für
Anfänger die sofort "High-End" starten wollen ist
der XP-Gmaxx II
zu empfehlen.
Dieser Hochleistungsdetektor von der französischen Firma XP wird nicht nur von Anfängern geschätzt. Außerdem ist der Gmaxx II auf Böden zu empfehlen wo es eine sehr hohe Konzentration an störenden Mineralien gibt. Der Gmaxx II verfügt über eine akustische Metallartenerkennung und arbeitet quasi im "permanent Allmetallmodus" was im eine erhöhte Eindringtiefe ermöglicht.
Sollten Sie den Kauf eines XP-GoldmaxxPower in Erwägung ziehen so seien Sie sich bitte darüber im klaren das dies ein "Spezialdetektor" ist!
Weitere Infos erhalten Sie telefonisch direkt bei mir.
Ebenfalls von
XP kommt der XP-ADX150 PRO . Beim ADX 150 Pro handelt es sich um ein hervorragendes,
leistungsstarkes Gerät, mit einem äußerst guten
Preis-Leistung-Verhältnis. Der ADX 150 Pro ist ein sehr einfach
zu bedienender Detektor mit sehr guter Eindringtiefe dank seiner
Doppel-D-Spule.
| Im
Übrigen sei hier angemerkt das alle XP-Detektoren für
den Anfänger fast uneingeschrängt geeignet
sind - ausnahmsweise auch die Detektoren mit manuellem Bodenabgleich! |
Der
ADX 150 (Nachfolger des ADX 100) hat sich in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp in der
Suchergemeinschaft gemausert und ist, zu einem der beliebtesten
Metalldetektoren bei den Antiksuchern aber vor allem bei den Militariasuchern
geworden. Letztere sind von der großen Eindringtiefe und der
Fähigkeit die oft allgegenwärtigen Grantsplitter "sicher"
auszublenden und gleichzeitig kleine Buntmetallteile zu orten, begeistert. Neu neim ADX 150 ist der bereits eingebaute Funksender zum drahtlosen übertragen des
Detektorsignals - ein erheblicher Komfort gegenüber drahtgebundenen Kopfhörern. Der XP-WS1 Empfänger kann optional bestellt werden.
Für
die Gefallenbergung und die damit verbundene Suche nach Erkennungsmarken
und anderen metallenen Ausrüstungsgegenständen zählt
der ADX 150 zu den zur Zeit wahrscheinlich günstigsten Metallortungsgeräten.
Erkennungsmarken und Koppelschlösser können beispielsweise
hiermit noch in Tiefen von bis zu 40 cm (und teilweise noch tiefer)
im Boden (!) geortet werden - wie immer natürlich in Abhängikeit
von der Bodenbeschaffenheit und der Mineralisation.

[
XP-ADX 100 ]
Der
große Bruder des ADX 150 ist der XP-ADX
250 der
ebenfalls uneingeschränkt für den Anfänger zu empfehlen
ist. Der ADX 250 unterscheidet sich vom ADX 150 darin das er über
einen sehr feinauflösenden zweistufigen Diskriminator verfügt.
Außerdem ist hier ein 2-Kanal Funksender für den drahtlosen Kopfhörer eingebaut
Der
ADX 250 ist von der Leistung vergleichbar mit dem XP-ADVENTIS
II, die Bedienung ist aber etwas einfacher. Gut für Sondengängeranfänger
die direkt "richtig" loslegen wollen! Ebenfalls ein sehr
gutes Preis-Leistungsverhältnis!!
Weitere
Erklärungen zum XP-ADX 150 Pro (neuste Version) und zum ADX 250 finden
sich
hier
Kaufberatung für "fortgeschrittene" Sondengänger - oder Anfänger
die gleich "voll" einsteigen wollen
Für
den kleinen Geldbeutel bieten wir auch günstigere
Einsteigerdetektoren an.

Weitere Infos hier oder auch hier
Noch
eine Anmerkung in eigener Sache:
Ich
biete mit voller Absicht hier nur Geräte an die ein Anfänger
"wirklich" bedienen und effizient einsetzten kann. Mir
ist nicht daran gelegen, gerade einem Anfänger, ein Gerät
zu verkaufen, was zwar möglicherweise meinen Gewinn erhöht,
aber seine Kundenzufriedenheit schmälert!
Auch
wird der aufmerksame Leser, hier und an andere Stelle, feststellen
das z. B. Gerätebschreibungen nicht einfach von irgendwo her
kopiert wurden, sondern diese von mir zum größen Teil
selbst formuliert wurden und ich auch auf Schwachstellen bei den
Produkten hinweise.
Es gibt kein Produkt was makellos ist und ich finde das gerade bei
der Vielzahl von Angeboten die man über das Internet bekommen
kann, eine gewisse Differenzierung von Nöten ist.
Aus
diesem Grunde werde ich auch weiterhin meine Meinung öffentlich
kundtun und nicht versuchen alles nur schön-zu-reden.
Der
Verstand kann uns sagen,
was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen,
was wir tun müssen.
Zitat
von Joseph Joubert
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