Metallsuchgeräte, Sondengehen, Schatzsuche, Ortungstechnik, Thomas Schwarz

 

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Checkliste und Geräteberatung für

Metalldetektor-Anfänger

(Überarbeitete Seite)


Grundsätzliches

Wenn man nicht die Gelegenheit hat sich bei einem Sondengängerkollegen oder beim Händler einen Detektor zeigen und erläutern zu lassen, sollten nur Detektoren in die engere Wahl gezogen werden die nachstehende Kriterien erfüllen:

Das wichtigste für einen Anfänger muß ein Metalldetektor mit einwandfrei funktionierendem Diskriminator (Metallunterscheidung) sein. Darüber hinaus sollte ein Anfänger auf ein Gerät mit Ground Balance (manueller Bodenabgleich) verzichten, diese Geräte können zwar tiefer orten, setzen aber unbedingt eine einwandfreie Bedienung voraus!! Bei falscher Einstellung muss mit Störgeräuschen und vor allem einer immensen Tiefeneinbuße gerechnet werden.

Sinnvoll und einfach zu bedienen sind Geräte mit einer Thresholdregelung (Grundarbeitstoneinstellung / Schwebton). Hierbei wird das Gerät mit einem Regler auf den optimalen Grundarbeitston eingestellt, der wiederum wichtig ist für die maximale Suchleistung. Die Einstellung erfolgt nur im Allmetallbereich, d.h. der Ton ist im Diskriminatormodus nicht zu hören.

Auch sollte der erster Detektor kein, frei programierbarer Detektor mit Display als Anzeigeinstrument und mit Leitwertanzeige sein. Diese, führt leicht zu der irrigen Annahme das das was die Anzeige meldet auch im Boden verborgen ist. Nebenbei sind diese Geräte in aller Regel auch teurer als Geräte ohne Anzeige. Außnahmen machen hier Geräte der Firma Garrett (ACE150+250) und Fisher (F2), die trotz voll digitaler Bedienung einfach zu handhaben sind.

Es sollte aber, unbedingt Abstand von solchen Detektoren nehmen die frei programmierbar sind, das heißt wo die Einstellung in mehr Ebenen erfolgt. Die Gefahr einer Verzettelung und der Eingabe eines falschen Programms sind groß. Außerdem will der Anfänger in aller Regel das Gerät einschalten und möglichst sofort losgehen. Dies ist mit den meisten programmierbaren Detektoren jedoch nur eingeschränkt möglich.

Siehe hierzu auch: Erste Hilfe für Sondengängeranfänger

Von Metalldetektoren mit Notch-Filter ist ebenfalls Abstand zu nehmen! Mit einem Notch-Filter ist man in der Lage eine ganz bestimmte Metallart, zusätzlich zu dem eigentlichen Diskriminator, auszublenden. Die große Gefahr ist hier aber, bei nicht sachgerechter Einstellung, auch Metallarten auszufiltern die man eigentlich noch orten will!

Ein wichtiger Tipp!!

Sehr preiswerte Detektoren die vom Verkäufer als wahre Wunderdetektoren angepriesen werden, sollten nicht in die Überlegungen einfließen auf diese Art das Hobby Schatzsuche/Sondengehen zu beginnen!

Wer das tut kann sehr schnell die Lust an einem interessanten und vielfälltigen Hobby verlieren. Als Faustregelt gilt - Um so preiswerter ein (neuer) Detektor ist und um so mehr "sagenhafte" Versprechungen gemacht werden um so vorsichtiger sollten sie dem Glauben schenken. Bevor Sie sich zu einem überhasteten (Fehl)-Kauf entscheiden, informieren Sie sich in den diversen Informationsforen die es zahlreich im Internet gibt, oder kontaktieren Sie einen Händler, wobei dieser Rat natürlich nur eingeschrängt gegeben werden kann, auch hier hilft oft die Anfrage in einem Forum.

Eine Liste der bekanntesten Foren finden Sie hier



Checkliste

Hierauf sollten Sie beim Kauf Ihres ersten Metalldetektors achten!

  • Einfache Bedienung
  • Keinen Allmetalldetektor (es sei denn Sie wollen auch kleinere Eisenteile ausgraben)
  • Ein guter Diskriminator
  • Gute Handhabung und leichtes Gewicht
  • Bedienungsanleitung in Ihrer Sprache
  • Anzahl der Batterien / Stromverbrauch
  • Guter mechanischer Aufbau des Suchgestänges
  • Nicht zu große Suchspule (Ø max. 25 cm)
  • Zubehör?
  • Garantie?
  • Servicestellen in Deutschland?
  • Keinen Notch-Filter!
  • Keine manuelle Bodenanpassung!
  • Kein (voll) programmierbares Gerät!
  • Schwenkgeschwindigkeit (zügig = gut - langsam = schlecht)
  • Kein Billigdetektor der Ihnen als "Tiefenwunder" angepriesen wird - sparen Sie lieber noch etwas und kaufen sich einen preisgünstig neuen, oder gebrauchten Markendetektor!!



 

Geräteberatung für Metalldetektor-Anfänger

  • Alle hier vorgestellten Detektoren, können für jede Art von Suche eingesetzt werden. Also egal ob nach Münzen oder nach Militaria gesucht werden will.
  • Bei allen Detektoren sind die Suchspulen wasserdicht und können bis auf die Elektronik in Wasser (Süßwasser) getaucht werden.
  • Alle Detektoren haben ein stabiles Tragrohr und werden mit ausführlicher deutscher und englischer Bedienungsanleitung geliefert.

Als preiswertester zu empfehlender Detektor hat sich immer noch der Garrett ACE 150 und ACE 250 bewährt. Diese Geräte sind einfach zu handhaben und für die allgemeine Suche geeignet, jedoch gibt es Einschränkungen, vor allem was die Suche auf mineralisierten Böden angeht.

Sehr ausführliche Informationen zu diesen Geräten finden Sie hier

Ich würde dem sparsamen, aber qualitätsbewussten Anfänger den Tesoro-Compadre SE empfehlen, auch wenn viele (immer noch) der Meinung sind das es sich bei diesem Detektor um ein Kindergerät handelt. Dem ist überhaupt nicht so!
Der Compadre SE ist ein einfachst zu bedienender Detektor mit einem sehr, sehr gut differenzierenden Diskriminator und einer fast unheimlichen Laufruhe (sprich, so gut wie keine Fehlsignale und ungestörtes Suchen auch auf stärker mineralisierten Böden!).


Die Bedienung ist denkbar einfach: Gerät mit dem (einzigen) Drehregler einschalten und mit einem Eiseobjekt (Nagel) den Diskriminatorgrad einregeln - Fertig!
Die Kleinteilempfindlichkeit ist ausgesprochen gut, und einzelne Münzen lassen sich noch bis zu 19 cm Tiefe orten (im Boden ca. 17 cm).
Der Compadre wiegt übrigens wie alle Tesorodetektoren sehr wenig, bei ihm sind es ca. 1000 g! - trotzdem ist alles sehr stabil aufgebaut, inkl. Metall-Suchgestänge.

    

               [ Tesoro Compadre SE]                                                                      [ Tesoro Silver ]

Alternativ dazu kann ich den Tesoro-Silver empfehlen. Dieser verfügt im Gegensatz zum Tesoro-Compadre über eine auswechselbare 200 mm Spule und einen Einsteller für die Empfindlichkeit, sowie einen Umschalter von Diskriminator auf Allmetall.

Der Silver ist DAS ideale Gerät für die Münzsuche im Oberflächenbereich!


Der neu Tesoro-Cibola SE ist ebenfalls ein einfach zu bedienender, aber dennoch sehr leistungsstarker, Detektor. Er ist der Nachfolger des beliebten Tesoro-Cibola.

Er hat neben der großen Suchspule (20x25cm) im Unterschied zum "normalen" Tesoro-Cibola noch die Möglichkeit auf einen permanenten Allmetallmodus umzuschalten. Dies war bisher nur beim Tesoro-Germania (Vaquero II) möglich.

Diese Einstellmöglichkeit erlaubt das "handfrei-suchen" nach tief liegenden großen Metallobjekten - Beispielsweise an Schützengräben oder an Flugzeugabsturzstellen wo nur große Metallteile, nicht aber die vielen kleinen Metallfraqumente geortet werden sollen. Dies war bis dato nur durch das anhaltende drücken des Pinpointingknopfes möglich.

Der Cibola SE hat außerdem genauso wie der Cibola-Vorgänger einen Frequenzumschalter. Dieser ist dann sinnvoll, wenn man a) mit mehreren Sondengängern gleichzeitig loszieht, oder b) in der Nähe von Hochspannungsleitungen und Bahntrassen sucht.
In beiden Fällen (a+b) kann es zu Störungen im Gerät kommen, die mit diesem Frequenzumschalter minimiert oder ganz beseitigt werden können.

Eine weitere Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell ist die Verwendung eines besseren Tonchips. Dabei werden die Signale "schärfer" im Ton wiedergegeben, was speziell bei der Antiksuche gewünscht ist.

Außerdem wurde der Eisenvorfilter etwas zurückgenommen. Jetzt ist es auch möglich kleinere oder höherwertige Eisenteile (Pfeilspitzen, geschmiedete Nägel, etc.) im Diskmodus anzuzeigen.

 


[ Tesoro Cibola ]

Der Cibola ist für den universellen Einsatz geeignet. Hiermit kann sowohl im humusreichen Wald, als auch auf stärker verworfenen Äckern gesucht werden.
Für den Militariasucher ist die Einstellung des Schwebetons (Treshold) und dem damit verbundenen permanenten Allmetallmodus von großem Interesse. Hiermit kann im Allmetallbereich eine wesentlich gesteigerte Ortungsreichweite erzielt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Tesoro-Produktseite.

Für Anfänger die sofort "High-End" starten wollen ist der XP-Gmaxx II zu empfehlen.
Dieser Hochleistungsdetektor von der französischen Firma XP wird nicht nur von Anfängern geschätzt. Außerdem ist der Gmaxx II auf Böden zu empfehlen wo es eine sehr hohe Konzentration an störenden Mineralien gibt. Der Gmaxx II verfügt über eine akustische Metallartenerkennung und arbeitet quasi im "permanent Allmetallmodus" was im eine erhöhte Eindringtiefe ermöglicht.

Sollten Sie den Kauf eines XP-GoldmaxxPower in Erwägung ziehen so seien Sie sich bitte darüber im klaren das dies ein "Spezialdetektor" ist!

Weitere Infos erhalten Sie telefonisch direkt bei mir.

Ebenfalls von XP kommt der XP-ADX 150 PRO . Beim ADX 150 Pro handelt es sich um ein hervorragendes, leistungsstarkes Gerät, mit einem äußerst guten Preis-Leistung-Verhältnis. Der ADX 150 Pro ist ein sehr einfach zu bedienender Detektor mit sehr guter Eindringtiefe dank seiner Doppel-D-Spule.

 

Im Übrigen sei hier angemerkt das alle XP-Detektoren für den Anfänger fast uneingeschrängt  geeignet sind - ausnahmsweise auch die Detektoren mit manuellem Bodenabgleich!

Der ADX 150 (Nachfolger des ADX 100) hat sich in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp in der Suchergemeinschaft gemausert und ist, zu einem der beliebtesten Metalldetektoren bei den Antiksuchern aber vor allem bei den Militariasuchern geworden. Letztere sind von der großen Eindringtiefe und der Fähigkeit die oft allgegenwärtigen Grantsplitter "sicher" auszublenden und gleichzeitig kleine Buntmetallteile zu orten, begeistert. Neu neim ADX 150 ist der bereits eingebaute Funksender zum drahtlosen übertragen des Detektorsignals - ein erheblicher Komfort gegenüber drahtgebundenen Kopfhörern. Der XP-WS1 Empfänger kann optional bestellt werden.

Für die Gefallenbergung und die damit verbundene Suche nach Erkennungsmarken und anderen metallenen Ausrüstungsgegenständen zählt der ADX 150 zu den zur Zeit wahrscheinlich günstigsten Metallortungsgeräten.

Erkennungsmarken und Koppelschlösser können beispielsweise hiermit noch in Tiefen von bis zu 40 cm (und teilweise noch tiefer) im Boden (!) geortet werden - wie immer natürlich in Abhängikeit von der Bodenbeschaffenheit und der Mineralisation.

 

[ XP-ADX 100 ]

Der große Bruder des ADX 150 ist der XP-ADVENTIS II der ebenfalls uneingeschränkt für den Anfänger zu empfehlen ist. Der Adventis II unterscheidet sich vom ADX 150 darin das er über einen manuellen Bodenabgleich und ein fein-auflösenden zweistufigen Diskriminator verfügt. Außerdem ist hier ein 2-Kanal Funksender für den drahtlosen Kopfhörer eingebaut

Gut für Sondengängeranfänger die direkt "richtig" loslegen wollen! Ebenfalls ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis!!

 

Weitere Erklärungen zum XP-ADX 150 Pro und zum Adventis II finden sich hier

 


 

Kaufberatung für "fortgeschrittene" Sondengänger - oder Anfänger die gleich "voll" einsteigen wollen

 

Für den kleinen Geldbeutel bieten wir auch günstigere Einsteigerdetektoren an.

 


Weitere Infos hier oder auch hier


Noch eine Anmerkung in eigener Sache:

Ich biete mit voller Absicht hier nur Geräte an die ein Anfänger "wirklich" bedienen und effizient einsetzten kann. Mir ist nicht daran gelegen, gerade einem Anfänger, ein Gerät zu verkaufen, was zwar möglicherweise meinen Gewinn erhöht, aber seine Kundenzufriedenheit schmälert!

Auch wird der aufmerksame Leser, hier und an andere Stelle, feststellen das z. B. Gerätebschreibungen nicht einfach von irgendwo her kopiert wurden, sondern diese von mir zum größen Teil selbst formuliert wurden und ich auch auf Schwachstellen bei den Produkten hinweise.
Es gibt kein Produkt was makellos ist und ich finde das gerade bei der Vielzahl von Angeboten die man über das Internet bekommen kann, eine gewisse Differenzierung von Nöten ist.

Aus diesem Grunde werde ich auch weiterhin meine Meinung öffentlich kundtun und nicht versuchen alles nur schön-zu-reden.

Der Verstand kann uns sagen,
was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen,
was wir tun müssen.

Zitat von Joseph Joubert


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