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1. Erfahrungsbericht Tesoro Cibola

(von Patrick-NL)

 

Wer unser Hobby seriös nimmt, kennt bestimmt die Marke Tesoro. Neben den renommierten Marken wie u.a White`s, Minelab, Fischer nimmt Tesoro einen speziellen Platz in den Herzen von Tesoro Fans ein.

Jeder, der einen Tesoro kauft, weiss, dass ein Tesoro nicht unbedingt ein Tiefenmonster ist.
Aber – und das ist der Grund, weswegen ich die Tesoros liebe wie meine eigene Frau – der Diskriminator ist bei allen Modellen erste Sahne! Das liegt vielleicht daran, dass die Frequenzen der Tesoros immer etwas höher liegen als bei Metalldetektoren anderer Hersteller.
Die Frequenzen bei den Tesoros liegen meistens weit über 10 kHz, das bedeutet, dass man klare Vorteile hat, wenn man auf stark mineralisierten Böden sucht.

 

Der Tesoro Cibola – erste Eindrücke der Bedienung im Allgemeinen:

Was mich freute, war das geringe Gewicht vom Cibola – 1,2 kg ! Deswegen ist er auch, unter anderem, sehr geeignet für kleine Leute, Frauen, Kinder oder Unfallbeschädigte, wie ich es selber bin. Einfach Klasse!

Der Cibola erinnert mich an meinen geliebten Laser Rapier – der in Lizenz von Laser durch Tesoro gebaut wurde und sich unter Römersuchern, aber auch auf anderen schwierigen (eisenverseuchten) Böden, einen Namen gemacht hat.

Die Bedienung des Cibola ist einfach, und kann mit dem Daumen während des Suchens bedient werden.
Man hat den Sensitivity-Schalter – hiermit schaltet man den Cibola ein – man hört sofort, ob die Batterie, eine 9 Volt Block, ausgewechselt werden muss oder nicht. Man kann bis zu 30 Stunden damit suchen, bei Kopfhörer Betrieb sogar, mehr habe ich in Erfahrung bringen können.
Dann hat man den Threshold-Regler – zum Einstellen des Hintergrundtons – jedoch wirkt der nur im Allmetall Modus, im Disc Modus arbeitet der Cibola ohne Hintergrundton.
Dann der Discriminator-Schalter - zum Einstellen des Disc. Der Filter ist Spitze – ohne Aufdrehen des Schalters blendet der Cibola kleine Eisenteile aus. Jedoch sollte man den Disc zum Beispiel mit einem Nagel justieren – sonnst geben grössere Metalobjekte einen klaren Edelmetall-Ton.
Nun kann man die Sensitivity so hoch drehen, bis der Cibola gerade noch ruhig läuft, und ab gehts! Hat man ein eindeutiges Signal, dann kann man den roten Knopf – Pinpointing – drücken. Dieser Knopf arbeitet so lange, wie man den Knopf gedrückt lässt. Man hört dabei den Threshold-Ton, der anschwellt an der Stelle, wo das Objekt liegt.

Grössere Objekte geben einen vollen Ton, kleinere, und insbesondere Münzen im Nahbereich, geben einen deutlichen Doppelton.

Sollte der Cibola ein Störsignal abgeben, wenn andere Detektoren in der Nähe sind, kann man mit dem Frequenzschalter einfach zwischen 3 Frequenzen wählen – die Leistung leidet darunter nicht.
Die Frequenzen sind : 14,3 kHz, 14,5 kHz und 14,7 kHz. Standard arbeitet der Cibola mit der 14,5 kHz Frequenz.


Die Suchspulen:

Der Tesoro wird mit der Standard-Spiderspule 20 x 25cm geliefert. Diese Spule taugt, meiner Meinung nach, nichts. Sie läuft zwar ruhig und stabil – aber die Suchtiefe und die Flächenabdeckung, da kein Doppel-D, lässt stark zu Wünschen übrig.

Meiner Meinung nach sollte man die neue 25 x 30 cm Doppel-D Spule benutzen. Klare Vorteile, die man sofort spürt: bessere Flächenabdeckung und bis zu 30-40% mehr Tiefenleistung. Die Tiefen, die der Cibola erreicht, sind für einen Tesoro phänomenal, und somit kann er mit Explorer, DFX, MXT und Co mithalten – aber – da der Cibola sehr ruhig ist auf schwierigen Böden, hat man auf diesen Untergründen den klaren Vorteil.

Die Spule ist elliptisch von der Form her, der Cibola hat es nach der Montage in Sachen Balance etwas schwer – jedoch ist dies nicht störend.

Die Kleinteilempfindlichkeit lässt etwas nach, jedoch habe ich sehr kleine Münzen und andere Buntmetallobjekte ganz klar und ziemlich tief geortet.

Pinpointing: ist im Vergleich zu anderen grösseren Spulen sehr einfach und sehr genau.


Feldtest:

Nach mehr als 50 Stunden Suchen meine Ergebnisse: ( nur mir der 25 x 30er DD Spule )

Ich habe auf 2 Untergründen getestet :

1. Römeracker
2. Sauberes Kartoffelfeld

 

Römeracker:

Wie fast alle Römeräcker, ist mein Testacker auch stark verschrottet. Hier zeigte sich der Cibola von grossem Wert – Laufruhe stabil, auch wenn der Sens im roten Bereich aufgedreht wurde – eine TOP Unterscheidung von Buntmetall neben Eisen, und auch Funde, die eine Legierung aus Metal und Buntmetal sind, konnten nach meiner Erfahrung doch noch geortet werden. Jedoch kommt es dann auf die Erfahrung und Interpretierung der Töne an.
Jedoch werden sogenannte "Hot Rocks", wenn man den DISC aufreht, klar angezeigt. Da muss man mit leben können.

Sauberes Kartoffelfeld:

Hier geht der Cibola extrem ruhig – und daher auch tief. Weitere Leistung wie o.g.

Zusammenfassung:

Der Cibola ist sehr gebrauchsfreundlich. Mit der 25 x 30er DD-Spule erreicht er eine gute Tiefenleistung. Jedoch mit der Standard-Spiderspule ist die Tiefenleistung nicht besonders. Der Discriminator ist erste Sahne. Der Cibola ist sehr universel einzusetzen – ob Anfänger oder erfahrener Sucher – die Freude an dem Gerät ist garantiert.

Nachteile:

Der einzige Nachteil, den ich finden konnte, ist dass das Signal bei einem guten Ton zu leise ist. Ein Kopfhörer ist daher Pflicht – meiner Meinung nach sollte jeder einen Kopfhörer benutzen, der stabile – lückenschließende Muscheln verwendet – und – sehr wichtig – einen Lautstärkeregler hat, sonst hört man die leisen Signale von Kleinteilen und tiefliegenden Objekten nicht richtig.

 

Viel Erfolg und viel Spass mit dem Cibola !

 

Patrick Uschkereit (NL)
November 2004

 

 

 

 
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