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Hinweise
zum effektiven Einsatz von
Metalldetektoren
Auch
wenn viele Sondengänger der Meinung sind, ihren Detektor richtig
zu bedienen und zu handhaben, hat meine berufliche Erfahrung gezeigt,
dass dies sehr oft nicht der Fall ist. Mit „Handhabung und
Bedienung" ist hier aber nicht nur die richtige Einstellung
gemeint, sondern auch der effektive Einsatz im Gelände. Hierbei
werden oft gravierende Fehler gemacht, sowohl von Sondengängeranfänger
als auch von „alten Hasen".
Ich
beobachte hierbei immer wieder folgende Fehler:
Fehler
1
- Die Suchspule wird viel zu hoch über dem Boden geschwenkt.
Fehler 2 - Am Ende des Schwenks wird
die Suchspule wie ein Pendel nach oben geführt.
Fehler 3 - Die Suchgewindigkeit ist
zu schnell, oder zu langsam.
Fehler 4 - Es wird, gerade auf fundträchtigen
Orten, nicht überlappend gesucht.
Mit
ein paar Grundregeln lässt sich die Suche wesentlich verbessern
und die Fundrate kann -teilweise enorm- dadurch gesteigert werden.
Zu
Fehler 1: [ Die Suchspule wird viel
zu hoch über dem Boden geschwenkt.]
Diesen Fehler beobachte ich sehr oft, und es ist mir bei einigen
Sondengänger bis heute schleierhaft, wie sie mit dieser Vorgehensweise
überhaupt etwas gefunden haben.. ;-)
Generell kann man sagen:
Jeden Zentimeter, den ich zu hoch über
dem Boden schwenke, verliere ich in der Tiefe!!
In der Praxis sollte die Suchspule so nahe wie möglich über
dem Erdboden geschwenkt werden. Die meisten Hersteller liefern in
der Grundausstattung ihrer Geräte für die Suchspulen einen
Spulenschutz mit. Dieser, meist dünnwandige „Überzieher",
schützt die Suchspule vor mechanischen Schäden, wie Abrieb
und seitlichem Schlag gegen Steine und Holz. Die Suchspule kann
mit diesem Spulenschutz ohne Bedenken auch über die Erde (Acker)
„geschrappt" werden. Im Wald und auf Wiesengelände
sollte die Suchspule erst recht sehr nahe am Boden geführt
werden, da ältere Funde oft unter einer unterschiedlich dicken
Humus- oder Wurzelschicht liegen. Hier ist diese Vorgehensweise
besonders wichtig!!
Gerade „erfahrenen" Sondengänger ist dies schwer
beizubringen (diese sollten sich bewusst dazu „zwingen!!)
und ein Anfänger sollte sich von vorne herein daran gewöhnen.
Oft findet dieser so auch mit einem leistungsschwächeren Gerät
mehr als ein „Profi" mit seinem Hochleistungsdetektor...
Zu
Fehler 2: [Am Ende des Schwenks wird
die Suchspule wie ein Pendel nach oben geführt]
Dieser Fehler wird auch sehr häufig gemacht. Viele Sondengänger
schwenken nicht nur parallel zum Erdboden (Abb.1), sondern führen
die Suchspule am Ende ihrer Schwenks nach oben. Vergleichbar mit
dem Pendel einer Uhr (Abb.2). Diese Schwenkart hat zwei Nachteile.
Erstens geht am Ende der Schwenks jede Menge Eindringtiefe verloren
und zweitens geht diese „Unart" auf die Dauer in die
Arme.
Auch hier ist wieder die eigene Konzentration gefordert, um diesen
Fehler von vorne herein oder nachträglich zu beseitigen. Mit
ein wenig Übung und Selbsbeobachtung hat man dies aber sehr
schnell im „Griff"!
Richtig!
Abb.:1
Falsch!
Abb.:2
Zu
Fehler 3: [Die Suchgewindigkeit ist
zu schnell, oder zu langsam.]
Die Schwenkgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit mit der die
Suchspule von links nach rechts und umgekehrt geschwenkt wird, kann
ebenfalls ausschlaggebend sein für einen Such- (miss) erfolg!
Eine generelle Aussage kann man hierbei leider nicht machen, da
die diversen Suchgeräte, v. allem auch verschiedener Hersteller,
unterschiedlich schnell angewendet werden.
Bei Tesoro und XP-Detektoren kann man in aller Regel von einer Schwenkgeschwindigkeit
von ca. 1 Sekunde pro Schwenk (in eine Richtung) ausgehen. Also
man schwenkt so zügig, dass man zum Beispiel von links nach
rechts ca. 1 Sekunde benötigt. Hierbei wird von einem flachen,
offenen Gelände und einer Körpergröße von ca.
185 cm ausgegangen.
Bei vielen Whites, Fisher, Garret und Cscope Metallsonden kann man
diese Vorgabe übernehmen.
Einige
Detektoren verfügen über ein Mehrfrequenzsuchverfahren.
(Beispiel: Minelab Explorer 2, Minelab Sovereign Elite, Minelab
Quattro MP oder auch alle Geräte, die nach dem Puls-Induktionsverfahren
(PI) arbeiten. Bei diesen Detektoren sollte die Schwenkgeschwindigkeit
mindesten halbiert werden, also tendenziel pro Schwenk 2 Sekunden
veranschlagen. Bedingt durch diese langsamere Suchgeschwindigkeit
ist aber leider auch keine so lange ununterbrochene Suche möglich,
da hierdurch der Arm, der den Detektor führt, schneller ermüdet.
Zu
Fehler 4: [Es wird, gerade auf fundträchtigen
Orten, nicht überlappend gesucht.]
Der am häufigsten gemachte Fehler. Jedoch bei richtiger Ausführung
wäre dies ein Hauptgarant für eine erfolgreiche Suche!
Man geht mit einem Metalldetektor nicht „spazieren"!
Es ist für eine gewissenhafte Suche absolut wichtig, dass „überlappend"
gesucht wird.
Auf einem weichen Untergrund (Acker oder Strand) kann man hervorragend
„kontrollieren", ob ein Sucher sorgfälltig sondiert
hat oder ob er die „Hälfte" liegen gelassen hat!
Wenn er sorgfälltig gesucht hat, kann man seine einzelnen Fußabdrücke
nicht mehr erkennen. In weicher Erde ähneln die hinterlassenen
Fußabdrücke einer Fahrspur. (Abb.: B) Dann und NUR dann
ist auch überlappend und gründlich gesucht worden. Je
nach verwendeten Detektortyp sollte grenzüberlappend (Abb.3)
oder halbüberlappend (Abb.4) gesucht werden.

Abb.:3
Grenzüberlappend [DD-Suchspule]

Abb.:
4 halbüberlappend [konzentrische Suchspule]
Mit
konzetrischen und eleptischen Suchspulen wird halbübberlappend
gesucht.
Mit DD (Doppel-D) Suchspulen kann hingegen grenzüberlappend
gesucht werden.
Wenn
hingegen einzelne Fußabdrücke zu erkennen sind, und diese
womöglich auch noch in normaler Schrittlänge auseinander
liegen, kann weder von einer gezielten noch von einer sorgfälltigen
Suche gesprochen werden (Abb. A). Die dann gemachten Funde sind
„Zufallstreffer" und können auch keinerlei Aufschluss
über den tatsächlichen Fundkomplex bieten.
Sicherlich ist die überlappende Suche nicht immer möglich
oder sinnvoll, jedoch sollte sie spätestens nach dem ersten
„guten" Fund konsequent beibehalten werden!
Falsch!
Abb.:
A
Richtig!
Abb.:
B
Zuletzt sei noch erwähnt das die richtige Einstellung des Suchgestänges die Suche enorm erleichtern kann!
Die Suchspule sollte ca. 80 cm bis 1 Meter von den Füßen entfernt sein. Der Arm mit dem man den Detektor hällt sollte nicht zu stark gebeugt sein. Der Sondengänger darf nicht das Gefühl haben eine Last zu tragen, das Gerät sollte bei optimaler Längeneinstellung quasi "schwebend" geführt werden können.
(Siehe Beispielbild unten)

Wer
sich diese Tips von vorne herein aneignet, wird unter Garantie eine wesentlich bessere
Fundausbeute erzielen als so manch anderer „Kollege".
Höhere Suchleistung alleine wird diese Fehler niemals kompensieren
können!
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